Donnerstag, 26. August 2010

Wichtiges Meeting mit dem Chief von Ada und mein erster Trommel-und Tanzworkshop...



Anfang der Woche sind wir früh morgens mit dem Trotro in Richtung Ada Foah aufgebrochen. An unserer Trotro-Haltestelle haben wir glücklicherweise genau den richtigen Herrn angesprochen und uns nach der bestmöglichen Verbindung erkundigt. Wiedereinmal bekamen wir die großzügige Hilfsbereitschaft der Menschen hier zu spüren und er  besorgte für uns das richtige Trotro in Richtung Tema. Zufälliger Weise war dies auch sein Reiseziel und somit stiegen wir in das gleiche Trotro ein. In Tema angekommen, führte er uns zur nächsten Trotro-Haltestelle und organisierte auch hier ganz selbstverständlich das passende Gefährt für uns weißen Touris. Das hat uns eine Menge Suchen, Rätseln und letztendlich viel Zeit erspart und somit kamen wir recht zügig voran. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir gegen 12:30 Uhr in Ada Foah an. Ada Foah liegt (östlich von Teshie) fast im Mündungsgebiet des Volta lakes und ist gerade dabei ein touristisches Ferienzentrum Ghanas zu werden.  Es war eine angenehme für mich sehr entspannende Fahrt dahin. Zwischendurch habe ich immer mal wieder beim Schaukeln im Trotro seelenruhig geschlafen bzw. meine Augen ausgeruht und auch den Anblick der Felder und Dörfer genoss ich sehr. Als wir an der Endhaltestelle aus dem Trotro ausstiegen organisierten wir uns klugerweise einen Abholservice eines naheliegenden Beach Resort namens ... ?dreamland? oder so,... doch wir entschieden uns für die benachbarte Unterkunft Cocoloco Beach Camp. Hier waren die Zimmer besser belüftet, nicht so muffelig und stickig. Glücklicherweise gab es sogar ein kleines Bad im Zimmer. Welch Luxus es gab sogar Wasser aus der Leitung!!! Das war mein erstes Mal hier, welch tolles Haarwascherlebnis. Nachdem wir nun unsere Rucksäcke abgeladen und uns gemütlich eingerichtet hatten, ging es nun an den wunderschönen Traumstrand zum Schwimmen. Man könnte es doch eher Plantschen nennen, denn die Wellen und Strömung sind so heftig hier, dass es sehr gefährlich ist weit hinaus ins Meer zu gehen. Der Strand war menschenleer-ein ganzer toller Sandstrand nur für uns und hier muss man auch nicht dafür bezahlen. Hatte bereits öfters Ärger mit den Einheimischen von Teshie, weil die jedes Mal von mir Geld wollen, wenn ich zum Strand möchte. Da kommt man nun leider nicht um eine nervige Diskussion drum rum. Aber um so schöner war es nun in Ada Foah, denn hier kam total die Urlaubsstimmung auf und wir genossen in vollen Zügen das wunderbare Meer. Die Wellen hier sind riesig!(Sven, du würdest dich sehr freuen, denn sie laden sehr zum Surfen ein. Für uns Schwimmer jedoch ne Nummer zu hoch. Ich hab dir ein kleines Video gedreht und für dich Miri, habe ich ein paar schöne Muscheln gesammelt.) Es ist total spannend und sehr beeindruckend die Wellen zu beobachten. Stundenlang könnte ich einfach im warem Sand sitzen und aufs Meer hinaus starren. Erste erholsame Stunden in totaler Stille nach den vielen Wochen harter Arbeit. Es tut mir auch sehr gut mal aus den lauten und überfüllten Städte raus zu kommen - das Landleben ist sehr ruhig und easy hier - keine ständige Reizüberflutung! Am nächsten Morgen wurden wir von John abgeholt. Er lebt in einem kleinen Dorf namens Partukope und unterstützt dort das zweite Projekt des Kieler Entwicklungshilfevereins und arbeitet vor Ort mit Rose zusammen. Da wir schon mal in der Nähe waren, bot sich somit eine Besichtigung des Projektes verbunden mit einem Rundgang durchs Dorf an. So eine tolle Gelegenheit ein traditionelles Dorf und den Alltag der Menschen mit zu erleben ist schon genial. Auf Motorrad-Taxis machten wir uns gegen neun Uhr morgens auf den Weg. Wir fuhren jeweils zu dritt auf kleinen 125er-Maschinen gemütlich der Küstenstraße entlang. Begeistert winkten uns viele kleine Kinderhände zu und wir wurden mit großen leuchtenden Augen angeschaut. Die kurze Strecke ging immer gerade aus und nach wenigen Kilometern erreichten wir nun Partukope, ein kleines Fischerdorf, das direkt am Strand liegt. John führte uns zuerst zu seinem kleine Haus, das aus zwei Zimmern besteht und wir legten unseren Sachen dort ab. Dann wurden wir durch das Dorf zu dem Ort des Projektes geführt. Auf dem Weg dahin lernten wir den Dorfchief kennen und auch andere wichtige Leute, wie z.B. den Dorfältesten, den Pfarrer usw. Überall wurden fleißig Hände geschüttelt und wir wurden neugierig von allen mit einem breitem Grinsen im Gesicht begutachtet. Wir liefen durch verschiedene Höfe und kleine Wege über Zwiebelfelder in Richtung Strand. Vor einem noch nicht fertig gestellten Gebäude blieben wir dann stehen und John erklärte, dass dies das zukünftige Bürgerhaus des Dorfes sein solle. Wir waren sehr geschockt, als wir feststellten, dass das geplante Gebäude mit Krankenstation und Kindergarten nur aus den Außenwänden besteht. Wir erfuhren außerdem, dass der Bau des Gebäudes nun bereits im Jahr 2003 begonnen wurde und mehr als nur das Hochziehen der Mauern ist noch nichts passiert. Autsch!!! Wo sind die ganzen Spendengelder gelandet, warum wird nicht weiter gearbeitet???? Tausend Fragen schwirrten uns durch die Köpfe und wir versuchten den merkwürdig laufenden Dingen in Bezug auf das Projekt auf den Grund zu gehen. Somit begannnen wir genauer nach zu fragen.Unser harmloser Ausflug aufs Land entpuppte sich im Laufe des Vormittages als wichtige Mission, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Es fanden lange Gespräche in Johns Wohnzimmer statt, draußen auf der kleinen Veranda vor dem Haus bereiteten Johns Geschwister unser Mittagessen vor. Nach dem Essen wollten wir nun kontrollieren, wo nun das Holz gelagert wird, dass für den Bau der Dachkonstruktion gekauft wurde. Doch außer einpaar Holzbalken, die bei Johns Vater im Hof und auf der Veranda gelagert wurden, bekamen wir nichts weiter zu sehen, denn dummerweise begann es immer stark zu regnen, als wir weiter nach schauen wollten. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück in unser Beach Resortt der Menschen hier zu spüren und er  besorgte für uns das richtige TrotroTema. Zufälliger Weise war dies auch sein Reiseziel und somit stiegen wir in das gleiche Trotro ein. In Tema angekommen, führte er uns zur nächsten Trotrohaltestelle und organisierte auch hier ganz selbstverständlich das passende Gefährt für uns weißen Touris. Das hat uns eine Menge Suchen, Rätseln und letztendlich viel Zeit erspart und somit kamen wir recht zügig voran. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir gegen 12:30 Uhr in Ada Foah an. Ada Foah liegt (östlich von Teshie) fast im Mündungsgebiet des Volta lakes und ist gerade dabei ein touristisches Ferienzentrum Ghanas zu werden.  Es war eine angenehme für mich sehr entspannende Fahrt dahin. Zwischendurch habe ich immer mal wieder beim Schaukeln im Trotro seelenruhig geschlafen bzw. meine Augen ausgeruht und auch den Anblick der Felder und Dörfer genoss ich sehr. Als wir an der Endhaltestelle aus dem Trotro ausstiegen organisierten wir uns klugerweise einen Abholservice eines naheliegenden Beach Resort namens ... ?dreamland? oder so,... doch wir entschieden uns für die benachbarte Unterkunft Cocoloco Beach Camp. Hier waren die Zimmer besser belüftet, nicht so muffelig und stickig. Glücklicherweise gab es sogar ein kleines Bad im Zimmer. Welch Luxus es gab sogar Wasser aus der Leitung!!! Das war mein erstes Mal hier, welch tolles Haarwascherlebnis. Nachdem wir nun unsere Rucksäcke abgeladen und uns gemütlich eingerichtet hatten, ging es nun an den wunderschönen Traumstrand zum Schwimmen. Man könnte es doch eher Plantschen nennen, denn die Wellen und Strömung sind so heftig hier, dass es sehr gefährlich ist weit hinaus ins Meer zu gehen. Der Strand war menschenleer-ein ganzer toller Sandstrand nur für uns und hier muss man auch nicht dafür bezahlen. Hatte bereits öfters Ärger mit den Einheimischen von Teshie, weil die jedes Mal von mir Geld wollen, wenn ich zum Strand möchte. Da kommt man nun leider nicht um eine nervige Diskussion drum rum. Aber um so schöner war es nun in Ada Foah, denn hier kam total die Urlaubsstimmung auf und wir genossen in vollen Zügen das wunderbare Meer. Die Wellen hier sind riesig!(Sven, du würdest dich sehr freuen, denn sie laden sehr zum Surfen ein. Für uns Schwimmer jedoch ne Nummer zu hoch. Ich hab dir ein kleines Video gedreht und für dich Miri, habe ich ein paar schöne Muscheln gesammelt.) Es ist total spannend und sehr beeindruckend die Wellen zu beobachten. Stundenlang könnte ich einfach im warem Sand sitzen und aufs Meer hinaus starren. Erste erholsame Stunden in totaler Stille nach den vielen Wochen harter Arbeit. Es tut mir auch sehr gut mal aus den lauten und überfüllten Städte raus zu kommen - das Landleben ist sehr ruhig und easy hier - keine ständige Reizüberflutung! Am nächsten Morgen wurden wir von John abgeholt. Er lebt in einem kleinen Dorf namens Partukope und unterstützt dort das zweite Projekt des Kieler Entwicklungshilfevereins und arbeitet vor Ort mit Rose zusammen. Da wir schon mal in der Nähe waren, bot sich somit eine Besichtigung des Projektes verbunden mit einem Rundgang durchs Dorf an. So eine tolle Gelegenheit ein traditionelles Dorf und den Alltag der Menschen mit zu erleben ist schon genial. Auf Motorrad-Taxis machten wir uns gegen neun Uhr morgens auf den Weg. Wir fuhren jeweils zu dritt auf kleinen 125er-Maschinen gemütlich der Küstenstraße entlang. Begeistert winkten uns viele kleine Kinderhände zu und wir wurden mit großen leuchtenden Augen angeschaut. Die kurze Strecke ging immer gerade aus und nach wenigen Kilometern erreichten wir nun Partukope, ein kleines Fischerdorf, das direkt am Strand liegt. John führte uns zuerst zu seinem kleine Haus, das aus zwei Zimmern besteht und wir legten unseren Sachen dort ab. Dann wurden wir durch das Dorf zu dem Ort des Projektes geführt. Auf dem Weg dahin lernten wir den Dorfchief kennen und auch andere wichtige Leute, wie z.B. den Dorfältesten, den Pfarrer usw. Überall wurden fleißig Hände geschüttelt und wir wurden neugierig von allen mit einem bereitem Grinsen im Gesicht begutachtet. Wir liefen durch verschiedene Höfe und kleine Wege über Zwiebelfelder in Richtung Strand. Vor einem noch nicht fertig gestellten Gebäude blieben wir dann stehen und John erklärte, dass dies das zukünftige Bürgerhaus des Dorfes sein solle. Wir waren sehr geschockt, als wir feststellten, dass das geplante Gebäude mit Krankenstation und Kindergarten nur aus den Außenwänden besteht. Wir erfuhren außerdem, dass der Bau des Gebäudes nun bereits im Jahr 2003 begonnen wurde und mehr als nur das Hochziehen der Mauern ist noch nichts passiert. Autsch!!! Wo sind die ganzen Spendengelder gelandet, warum wird nicht weiter gearbeitet???? Tausend Fragen schwirrten uns durch die Köpfe und wir versuchten den merkwürdig laufenden Dingen in Bezug auf das Projekt auf den Grund zu gehen. Somit begannen wir genauer nach zu fragen.Unser harmloser Ausflug aufs Land entpuppte sich im Laufe des Vormittages als wichtige Mission, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Es fanden lange Gespräche in Johns Wohnzimmer statt, draußen auf der kleinen Veranda vor dem Haus bereiteten Johns Geschwister unser Mittagessen vor. Nach dem Essen wollten wir nun kontrollieren, wo nun das Holz gelagert wird, dass für den Bau der Dachkonstruktion gekauft wurde. Doch außer einpaar Holzbalken, die bei Johns Vater im Hof und auf der Veranda gelagert wurden, bekamen wir nichts weiter zu sehen, denn dummerweise begann es immer stark zu regnen, als wir weiter nach schauen wollten. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück in unser Beach Resort gefahren und endlich kam dann die Sonne heraus, so dass wir die letzten Stunden des Tages gemütlich am Strand verbrachten. Ich musste mich echt erst mal von dem Schock und den Ereignissen erholen, denn viele Dinge kann man als Europäer hier doch nicht nachvollziehen. Wir waren alle so enttäuscht von dem Verlauf des Projektes. Am nächsten Morgen stand plötzlich John vor unserem Frühstückstisch und erzählte erfreut, dass wir nun ein Meeting beim Districtchief von Ada haben und wir mit ihm über den Verlauf des Projektes sprechen könnten. Eigentlich hatten wir ja gar keine genaue Ahnung über das Projekt , aber wir waren alle drei so motiviert, das Projekt wieder zum Laufen zu bringen!!! Wir haben uns zuvor überlegt, dass wir uns echt als wichtige Kontrolleure aus Deutschland ausgeben werden und nun die Forderung klar stellen, dass der Bau des Gebäudes zu Ende gebracht werden muss. Zu viert saßen wir nun auf einem Motorrad und John brachte uns zu Mister Wusah´s Haus. Nach einer kurzen Wartezeit draußen auf der Veranda wurden wir ins Wohnzimmer gebeten und schon wurde es ernst.  Anke machte ihre Sache gut und gab sich gleich mal als Professorin aus und Tamara spielte die Dolmetscherin. Durch unseren überraschenden Besuch beim Chief, ergab sich glücklicherweise eine geniale Gelegenheit für unseren Heimweg nach Teshie. Der Chief hatte noch am selben Tag einige Termine in Accra und wir fragten spontan, ob er uns denn mit nach Teshie zurück nehmen könnte. Unser guter Wille für den Einsatz des Projektes wurde erfolgreich belohnt. Gegen Mittag saßen wir in einem klimatisierten Wagen und fuhren mit Mister Wusah nach Teshie. Es bot sich somit auch die geniale Gelegenheit ein Treffen zwischen dem Chief und Rose (Projektleiterin) zu arrangieren, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Zur Belohnung gab es am Abend ein schönes kühles Bier und alle waren sehr happy!
An den darauf folgenden Tagen war dann erst mal Trommeln und Tanzen angesagt und wir bekamen die ersten Unterrichtsstunden von Ansah und Mabra. Da zur Zeit Trommelsperre hier in Teshie ist, fuhren wir mit dem riesen Odehe-Transporter über die Buschstraße nach Accra.  Da beginnt man bereits im Bus schon mit dem Tanzen und wird kräftig durchgeschüttelt....Ja, die Straßen hier sind oftmals ein Erlebnis!!!! Die ersten Tanz-und Trommelstunden hatten wir in einer kleinen Schule mitten in Accra-City und an den zwei folgenden Tagen wurden wir in Ansahs Hof unterrichtet. Natürlich hatten wir stets neugierige Zuschauer, die sich gerne über die Tanzkünste der Obrunis amüsieren und immer wieder unverständlich den Kopf schütteln und sich fragen, warum wir denn nicht die "einfachsten" Bewegungen umsetzen können? Jaja, es tanzen echt viele Krippenkinder im Kinderzentrum besser wie ich und sind Weltmeister im SCHÜTTELN!!!! Doch schlecht waren wir nun nicht, denn wir haben innerhalb von 3 Tagen zwei ghanaische Tänze und einen Trommelrhythmus mit Break und Solo gelernt.
....die nächsten Trommel- und Tanzstunden sind dann nun im Kasapa-Centre geplant....

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

MUSCHEEELN yippie!!! :O)