Mittwoch, 30. Juni 2010

1.Trommelunterricht bei David

1. Trommelstunde im ART-Centre

David (rechts) unser Lehrer
Trommelbauen direkt vor dem Shop
neue Rhythmen lernen - Konzentration bitte
der leader gibt das Tempo vor
Bildunterschrift hinzufügen
David´s Shop
Wir haben im Kulturzentrum in Accra einen ganz netten Mann kennen gelernt, als ich in seinem shop zum Trommeln eingeladen wurde. Am Samstag haben wir dann unsere erste offizielle Unterrichtsstunde vereinbart. Als wir mit einer Stunde Verspätung an seinem Shop ankamen, gab es erst einmal ein riesigen Streit zwischen vielen Jungs, denn jeder wollte uns Unterricht geben. Das Problem war, dass wir die Telefonnummer von einem Typen hatten, der eigentlich nichts mit dem Shop, in dem wir zum ersten Mal zusammen gespielt haben, zu tun hat. Doch wir dachten, die Jungs gehören alle zusammen und sind miteinander befreundet. So haben sie sich alle darum gestritten, wer uns nun Unterricht geben wird. David war sehr sympatisch und ruhig, hat die Situation geschlichtet und somit blieben wir, wie auch vereinbart, in seinem shop zum Trommeln. Wir bekamen 3 Stunden super tollen Unterricht und das sogar umsonst. Er ist wirklich sehr nett und auch ein ganz toller Lehrer. Ich werde öfters nach Accra fahren, um bei ihm zu trommeln.

Montag, 28. Juni 2010

cape coast

Heute sind wir um 3:15 Uhr morgens aufgestanden und saßen bereits um 4:00 uhr im Trotro in Richtung Accra. Von dort aus ging es dann weiter nach Cape Coast. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und es gab sehr viel zu sehen. Zwischendurch bin ich immer mal wieder eingeschlafen und somit verging die Zeit wie im Fluge. Als wir dann kurz nach 7:00 Uhr in Cape Coast ankamen, war es noch sehr ruhig in dem kleinen Örtchen. Einige Leute begannen ihre Stände einzuräumen und andere fegte noch die Straße, hier und da wurden uns Blicke zugeworfen und wir wurden herzlich willkommen geheißen. Zum Frühstück gab es leckere kleine Bananen und Ananas am Strand. Auch hier waren nur wenige Leute, die Fischten oder einfach nur da saßen. Natürlich bekamen wir gleich Besuch von 3 Männern, die uns gleich zu ihren Freunden einladen wollten und sehr gesprächig waren. 
Doch wir gaben freundlich zu verstehen, dass wir hier zum Frühstücken sitzen und später noch eine Führung in Cape Coast castle machen...und somit waren sie auch wieder verschwunden.
Das Meer und der Strand sind traumhaft. Als wir morgens so früh ankamen, sah es stark nach Regen aus-überall nur schwarze Wolken und keine Spur von Sonne! Doch wir hatten echt Glück, denn bereits nach kurzer Zeit zogen die Wolken vorbei und die Sonne kam langsam heraus und somit wurde es auch gleich angenehm warm. Es war so entspannend am Strand zu sitzen. In vollen Zügen genoss ich die Ruhe um mich herum, das findet man hier weniger. Denn es ist immer sehr viel los auf den Straßen, alle sprechen einen an, wollen mit dir befreundet sein, fragen dich was du in Ghana machst, bis hin zum spontanen Heiratsantrag...so als "Obroudi" (Weißer) fällt man eben überall auf. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es ist nett mit den Leuten smalltalk zu halten. 
Nach einer kurzen Abkühlung im Meer ließen wir unsere Kleider noch trocknen bevor wir die Führung durch Cape Coast castle in Angriff nahmen. Als Tourist hat man gleich 5mal so viel gezahlt, doch es war immer noch total günstig.
Die Führung durch die Sklavenburg war echt spannend. Leider gerieten wir in eine Gruppe von amerikanischen Teenangern, die weniger Interesse an der Geschichte hatten sondern eher damit beschäftigt waren, alles zu fotografieren....die ganze Zeit blitzte und piepste es...schon einbisschen anstrengend.
Nach der einstündigen Führung haben wir uns noch die Stände und kleinen Läden mit den traditionellen Kunsthandwerksachen betrachten und die tolle Aussicht auf das Meer genossen. Dann packte uns der Hunger und wir machten uns auf die Suche nach lecker Reis mit scharfer Soße, natürlich aus der Tüte!( Hier gibt es für alles eine Tüte) Zum Glück wurden wir schnell fündig und fanden auch ne Mauer zum Sitzen. Doch bereits nach wenigen Minuten wurde uns die Ruhe genommen und vor uns hampelte ein alter Kerl herum, der meines Erachtens etwas zu viel Palmwein getrunken hatten. Hey, es war echt nicht einfach den wieder los zu werden, bis Lisa irgendwann bei zwei netten jungen Männern Hilfe erbittete! Schwups...und schnell machte sich der Alte aus dem Staub. 
Am Nachmittag dann traten wir auch schon wieder unsere Heimfahrt an und saßen in einem totalen Luxus-Trotro mit Klimaanlage und Radio. Natürlich wurde 3 Stunden lang schöne ghanaische Highlife-Musik gespielt, ganz witzig und die Atmosphäre war ganz angenehm.
Als wir dann wieder in Accra ankamen hatten wir erst einmal ein Problem- Lisa brauchte dringend eine Toilette. Gar nicht so einfach hier in Ghana ein öffentlichen Klo zu finden. Doch eine nette hilfsbereite alte Dame opferte 15 Minuten ihrer Zeit und brachte uns zu einem Toilettenhäuschen. Dann war auch alles wieder viel entspannter und wir traten den langen, abenteuerreichen Rückweg in Richtung Trotro-Stadtion an, um nach Hause nach Teshie zu fahren. Ich kann euch sagen, ich will gar nicht wissen durch welch ekelhafte schwarze Pampe ich gelaufen bin. Meine armen Füße!!!
Doch wir haben die Trotro-Stadion gut erreicht und sogar gleich eine Mitfahrgelegenheit bekommen und dann ging es endlich ab nach Hause. Zu Hause angekommen fielen wir einfach alle tot ins Bett und lagen im Tiefschlaf.  Fazit: es war ein wahnsinnig toller Tag!!!
P.S. Anne, der Shop "Global mamas" hatte leider zu!!!! Schade!!!!



Samstag, 26. Juni 2010

Regenzeit und deren Folgen für den Kindergarten









Heute hat es wieder stärker geregnet, sogar den ganzen Vormittag. Aus diesem Grund waren heute auch nur 5 Kinder im Kindergarten. Hier verlassen die Leute meist nicht das Haus, wenn es stark regnet und warten eher, bis der Regen wieder vorbei ist. Die Autofahrt zum Kindergarten war für mich wieder einmal ein Erlebnis und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass wir nicht im Schlamm stecken bleiben und wir ja gut ankommen mit den Kindern.
Im Kindergarten angekommen, haben wir erst mal nach Eimern und Wannen gesucht, weil das Wasser von allen Seiten die Wände runter läuft und sich durch die Decke drückt, so dass es an manchen Stellen oft hinunter tropft. Natürlich hinterlässt der Regen stark seine Spuren! Die Wände und Decken sind feucht und es bildet sich sogar schon Schimmel. Wir müssen also dringend zu sehen, dass die Wände abgeklopft und neu verputzt werden. Wir hatten heute nur wenige Kinder, so dass wir die Gruppen zusammen gelegt haben. In dem Zimmer der Vorschüler ist der Schimmel schon stark an der Decke ausgebreitet und das ist weniger gut für die Gesundheit der Kinder. Auch der Hof stand unter Wasser, so dass Rosé erst mal eine Art Weg gegraben hat, damit das Wasser ablaufen kann. Ihr seht, es gibt immer sehr viel zu tun und wir können jede Unterstützung gebrauchen!
Die wenigen Kinder haben es genossen, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir hatten echt einen schönen Tag, trotz der ganzen Sorgen, die einem so durch den Kopf gehen, wenn man die Schäden sieht!
Mittags kam dann zum Glück wieder etwas die Sonne heraus und es hat auch aufgehört zu regnen, so dass wir auch keine Probleme hatten die Kinder nach Hause zu bringen.

Tja... und wie das immer so ist, hing meine Wäsche zum Trocknen noch draußen auf der Wäscheleine ;-) 

Donnerstag, 24. Juni 2010

Geburtstagsgrüße

Huhu Nadine!
Alles Liebe und Gute nachträglich mit etwas Verspätung zum 30. Wiegenfest!
Lass es dir in diesem Jahr so richtig gut gehen, ich wünsche dir auf jeden Fall,
dass alle deine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen. Drück deine zwei Männer von mir.
greetings and hugs form ghana beate

Dienstag, 22. Juni 2010

ein langer tag geht vorbei...

Heute habe ich einen zwölf Stunden Arbeitstag hinter mir. Ich bin jetzt ganz schön müde aber glücklich. Ich hatte wieder so viele schöne Momente und tolle Erfahrungen heute-wow, hier kann man echt viel erleben und mitnehmen im Alltag, gerade von den Kindern.
Der Tag hat gleich gut begonnen...als wir um 6 Uhr mit dem Auto los fahren wollten, um die Kinder für den Kindergarten abzuholen, ist unser Auto nicht angesprungen und wir mussten erst Ray anrufen, damit er vorbei kommt und uns den Wagen anschmeißt. Mir ist immer noch nicht ganz klar, woran es denn eigentlich lag und wieso er bei Ray angesprungen ist, "aber Autos ist eben nicht so mein Ding" würde Rosé sagen.
Es war so spannend die Kinder bei ihren Häusern abzuholen und viele Straßen und Ecken von Teshie kennen zu lernen. Bereits nach wenigen Minuten Fahrt hatte ich keine Orientierung mehr. Leider haben wir keinen kleinen Bus und somit saßen wir mit 8 Kindern in einem Opel-Kombi, aber das passt alles schon. Hier braucht man ja keine Kindersitze und es passen echt 6 Kinder hinten ins Auto und zwei kleine saßen vorne bei mir auf dem Schoß. Wir wurden wieder ordentlich durchgeschaukelt aufgrund des vielen Schlammes und der tausend Schlaglöcher und Hubbel auf den Straßen, doch Rosé ist echt eine super Fahrerin! Sie meinte, ich solle mal mitfahren, so dass ich später auch die Kinder abholen könne. Ich glaube nicht, dass ich hier freiwillig während der Regenzeit und auch wegen der für mich noch chaotischen Verkehrsverhältnisse 8 Kinder mit dem Auto transportieren möchte. Wir haben fast eine Stunde gebraucht, weil es immer wieder zwischen durch Stau und stockenden Verkehr gab. Manche der Kinder sind durch das viele Schaukeln wieder eingeschlafen. Doch wir sind alle gut und glücklich im Kindergarten angekommen, wenn auch etwas verspätet.
Der Tag im Kindergarten ging heute total schnell vorbei. Trotz des Wochenendes konnte ich heute noch fast alle Kindernamen und so langsam finde ich mich auch im Kinderzentrum gut zu recht und bring mich sehr aktiv in den Tagesablauf ein. Es ist toll zu erfahren, welch guten Zugang ich zu den Kindern bereits nach einer Woche habe. Sie freuen sich mich zu sehen, wollen mit mir spielen, kommen gerne wenn sie Hilfe brauchen und Konflikte lassen sich auch schon gut klären und sie nehmen mich hierbei ernst. Es wird auch langsam ruhiger und strukturierter im Alltag der Krippengruppe. Die Kinder spielen mittlerweile gut miteinander und können auch die wenigen Spielmaterialien untereinander besser aufteilen. Hier und da gibt es zwar auch immer wieder Streitigkeiten, aber das ist auch normal in diesem Alter. Besonders erfreut hat mich die Situation, als ein 3jähriges Mädchen alleine "Tempo kleine Schnecke" nach den richtigen Regeln gespielt hat. Vor einer Woche kannte sie noch nicht einmal dieses Spiel. Schön wie schnell auch hier die Kinder Dinge lernen, für die sie sich interessieren. Heute habe ich ihnen ein neues Spiel beigebracht, weil alle auf einmal ihre Schuhe ausziehen wollten. Spontan fiel mir ein Schuhsalat zu spielen-das lieben Kinder! Naja, sie wollten anfangs alle immer unter das Tuch gucken, unter dem alle Schuhe versteckt sind und auch nur ihre eignen Schuhe herausnehmen. Aber wir hatten alle unseren Spass und es war ein rießen Schuhgewusel um uns herum. Natürlich haben wir auch wieder viel gesungen. Ein Lied nach dem anderen und ich lerne immer mehr englische Kinderlieder und neue Reime. Das macht mir selbst auch großen Spaß, weil alle Kinder mit so viel Begeisterung dabei sind und aus vollem Leibe mit singen. Auch meine beiden Kolleginnen singen total gerne und ich bin oft nur am staunen.
Das ABC können die Kinder bereits in dem Alter von Anfang bis Ende aufsagen, Marie-Ann sagt es selbst zu Hause ständig auf und übt sehr eifrig. Eine Erzieherin spricht laut vor und die Kinder sprechen alle nach...so machen sie es jeden Tag. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des "Stundenplanes". Ja, der Tagesablauf gleicht eher einem Schultages und ich war anfangs sehr überrascht über den Zeitplan. Am Freitag habe ich auch gesehen, wie meine Kollegin Buchstaben und Zahlen in die Hefte der älteren Kinder vorgeschrieben hat und sie den Kindern als Hausaufgabe für das Wochenende austeilte. Nach meiner Erkundigung habe ich herausgefunden, dass Kinder ab 3 Jahren hier bereits beginnen Buchstaben und Zahlen zu schreiben. Das hat mich sehr erstaunt! Ich habe mir Hefte von den Kindern angeschaut und habe mich echt gefragt, wie so junge Kinder bereits "schreiben" können in Bezug auf ihre Entwicklung und motorische Fähigkeiten. Das verstehe ich noch nicht so ganz, wobei hier der genaue Sinn liegt. Aber genau deswegen sei ich auch hier, meinte Rosé und ich solle die Erzieherinnen anleiten. Ich habe dann erklärt, dass die Kinder in Deutschland erst wenn sie in die Schule kommen schreiben lernen und dass es im Kindergarten eher darauf ankommt, dass sie Interesse an der Schriftsprache entwickeln und die meisten sich darin üben, indem sie versuchen ihren Namen oder Mama, Papa zu schreiben anstelle des Alphabets. Es ist echt spannend darüber zu sprechen und eigene Standpunkte auszutauschen, aber ich merke, dass die Erzieherinnen sehr viele meiner Vorschläge und Ideen annehmen und wir sie gemeinsam ausprobieren im Alltag umzusetzen. Es ist ein spannendes Projekt. Rosé meinte bereits, dass sie mich am liebsten fest einstellen würde und ich auch in Ghana leben könnte, wenn sie einen Sponsor für mein Gehalt finden würde. WER WEISS, WAS PASSIERT?! but don´t panic!
Das Heimbringen der Kinder habe ich total genossen. Wieder war das Auto voll mit Kindern und ich hatte vorne 2 jüngere auf dem Schoß.

Wir haben Kinderlieder im Radio gehört und alle haben laut gesungen. Es war so eine schöne Stimmung und somit waren die nervige Fahrbediengungen gleich viel entspannter und alle hatten ihren Spass. Manchmal sitze ich einfach nur mitten drin und bin nur am staunen und total begeistert, was gerade um mich herum passiert. Es ist schon vieles "einfacher" und deswegen auch "einfacher" - you know?

Sonntag, 20. Juni 2010

erster Ausflug nach accra


Kulturzentrum Accra

blinde Passagiere im Trotro, kuschelig an den Beinen!
Wasser aus der Tüte!
erste Trommelsession....

Frückstück auf der Veranda Mami & ich
Nana übt seine Fotokünste
Nana und ich


Gestern habe ich meinen ersten Ausflug nach Accra gemacht. Es war ein sehr lustiger, aufregnder, spannender, abwechslungsreicher Tag für mich und die Mädels. Rita hat uns gezeigt, wie man von Teshie mit dem Trotro nach Accra kommt. An der Haltestelle rufen alle Trotro-Fahrer durcheinander, wo sie hin fahren...."accra accra accra..." und sie winken dich her, um einzusteigen. Erst wenn das Trotro voll ist, geht es los. Insgesamt passen etwas 14 Leute in einen Kleinbus. Die Fahrt mit einem Trotro kann sehr holprig und aufregend sein-blos gut festhalten! Alles scheppert und kracht!!! Ich hatte das Gefühl, dass wir jeden Moment stehen bleiben, oder der ganze Bus einfach auseinander kracht. Um dem Stau zu entgehen, sind wir nicht auf der Hauptstraße gefahren, sondern quer Feld ein! Auf jeden Fall war es sehr amysant. Zwischendurch hat man immer wieder gebetet, dass der Bus nicht liegen bleibt, umkippt oder im Schlamm feststeckt. Ich bin echt froh hier kein Auto fahren zu müssen! Die meisten Trotro- oder auch Taxifahrer haben keinen Führerschein und mit einbisschen Schmiergeld bei einer Kontrolle kann man schnell und einfach jeglichen Ärger entgehen. Die Fahrt dauert von Teshie nach Accra etwas ein halbe Stunde. Bei Stau kann es bis zu 3 Stunden dauern, meinte Rita. Es ist sehr günstig, kostet 0,5 Cedi = 25 cent und dafür lohnt sich das Geholpere auf jeden Fall! Als wir in Accra angekommen sind, hat uns Rita zur accra mall - einem rießen shoppingcenter geführt. Total nobel-ein krasser Gegensatz zu all dem, was ich bissher gesehen habe. Es gibt ein riesiges Kino, viele Geschäfte-sogar Birkenstock kann man hier kaufen. Ach ja Immes, es gibt sogar einen Apple-store!!! und das beste ist der große Supermarkt mit allem was das Herz begehrt-natürlich zu gewaschenen Preisen. Aber ich habe mir trotzdem einen Joghurtdrink gegönnt-lecker! Wir haben uns auch Marmelade gekauft für das Frühstück-das ist schon was Besonderes und die Leute kaufen das nicht so oft, weil es zu teuer ist. Marie-Ann und Nana werden sich freuen :-)
Lisa hat sich total glücklich 3 Schachteln Zigaretten gekauft für 1 Cedi = 50 cent. Es ist hier nicht üblich, dass Frauen rauchen und der Verkäufer hat sie verwirrt angeschaut, warum sie gleich 3 Packungen wolle.
Danach waren wir lecker Eis essen. 8 Kugeln für 7cedi = 3,50 Euro! Es war sehr viel los in der shopping mall...man trifft hier viele Europär und alle sind total schick gekleidet. Ich kam mir schon einbisschen undressed vor mit meinen shorts und flipflops:-)
Überall konnte man das Fussballspiel Ghana-Australien gucken-die Leute waren total aufgedreht, als das 1:1 fiel!!!! Alle haben geschrien, sind mit Tröten durch die Gegend gerannt und haben sich gefreut.
Dann gings weiter mit einem Trotro in Richtung Accra centre of national culture...zum Trommeln!!!!! und shoppen!!!! Lisa verfiel dem Shoppingrausch!!!! Ich habe nach Stoffen ausschau gehalten und auch 2 mitgenommen. Es gibt so wunderschöne Stoffe, sehr viel Auswahl!Bin nur am Staunen gewesen und eine Entscheidung fällt wirklich schwer.
es gibt frühstück....bis später!
...so ich bin wieder zurück. Oh eben hat Rose einen Trommellehrer für mich angerufen und er ist zu uns nach Hause gekommen, damit ich mit ihm über Trommel-und Tanzkurs sprechen kann. Er holt uns später ab und nimmt uns mit zu einer Veranstaltung, damit ich sehe, wie sie trommeln. Das ist super!!! Ich frage mich zwar gerade, wie wir da hin kommen, da es sehr sehr sehr stark regnet und die ganze Straße schon unter Wasser steht. Dummerweise habe ich meine Regenjacke auch im Kindergarten vergessen. Naja, wir werden sehen!
Wo war ich denn stehen geblieben? Ja richtig, wir waren im Kulturzentrum und haben uns verschiedene Kunsthandwerksachen, Stoffe, Schmuck usw. angeschaut. Danach wurden wir von drei Rastas zum Trommeln eingeladen. Das war sehr nett, wir saßen in ihrem Trommelverkaufsstand und sie haben für uns gespielt. Dann habe ich gesagt, dass ich auch mit trommeln wolle und sie haben mir zwar die kleinste Djembé gegeben, aber besser wie nix. Ich glaube, sie haben gedacht, dass ich eh nicht so gut mitspielen kann...doch sie waren begeistert über mein Spielen und haben sich gewundert, woher ich das kann. So hatten wir eine nette Zeit zusammen und haben uns für nächsten Samstag zum Trommelkurs verabredet. Das wird bestimmt sehr interessant neue Rhythmen zu lernen. Natürlich wollten sie uns gleich auch Trommeln verkaufen, aber ich habe ihnen erklärt, dass ich bereits genug Trommeln in Germany habe.
Die Heimfahrt mit dem Trotro war nicht ganz so krass, wie auf der Hinfahrt. Das Trotro war auch geräumiger und man hatte mehr Platz zum Sitzen.

Freitag, 18. Juni 2010

1. "STAR"-Bier

meine Praktikantin Lisa mit den Kindern in der Krippe
...Jefferey mit seinem neuen Auto
die Kinder beim Mittagsschlaf

...die erste Arbeitswoche ist schon vorbei und wir haben viel geschafft. Ich kann bereits fast alle Kindernamen und finde mich gut in den Räumlichkeiten und dem Tagesablauf zu recht. Heute haben wir eine große Lieferung Steine bekommen, um die Mauer zu reparieren. Für die Kinder war es natürlich ein großes Highlight, als der kleine weiße LKW in unseren Hof einfuhr. Alle sind auf die Veranda gestürmt und haben laut gerufen "Truck! Truck!" und den Mitarbeitern gewunken. Als der LKW nach dem Abladen der Steine dann wieder rückwärts durch die Toreinfahrt fahren wollte, ist er total im Schlamm stecken geblieben und dann hieß es erst einmal graben. Die Arbeiter taten mir echt leid bei dem heiß-feuchtem Klima!!!
Nach Feierabend bin ich dann zusammen mit Marie-Ann nach Hause gelaufen. Bereits nach wenigen Metern war sie so erschöpft, dass sie vor lauter Müdigkeit über ihre eigenen Füße gestolpert ist und somit habe ich sie den ganzen Heimweg getragen. Das war echt eine Herausforderung durch die schlammigen Straßen zu laufen und Mami heil nach Hause zu bringen. Als ich dann von weitem schon das Hoftor gesehen habe, war ich so froh es endlich geschafft zu haben. Total erschöpft bin ich mit Mami in meinen Armen im Wohnzimmer auf dem Sofa fast eingeschlafen. Zum Glück gab es dann auch wenig später auch schon Essen - Kartoffelbrei (aus Deutschland importiert) mit Spiegelei und Zwiebeln.
.....und nach dem wir dann das Geschirr im Hof gespült hatten und ich es auch heute schafft habe meine Haare zu waschen, habe ich mir voll Genuss mein erstes Ghana-Bier "STAR" (625 ml / 5% Alkohol) mit einer Zigarette bei Sonnenuntergang im Hinterhof gegönnt. Das tat echt gut.
Jetzt liegen wir gerade alle kreuz und quer verteilt im Wohnzimmer auf dem Boden und gucken mit den Kindern ICE AGE 3.
....wünsche allen einen schönen Abend!
P.S. morgen fahren wir nach Accra auf den Markt :-)

6. Tag in Ghana

ein beliebtes Rollenspiel der Krippenkinder
Teacher Eric, Marie-Ann & Nana


die Kinderkrippe
die Kinder werden nach dem Bringen umgezogen
Mami und Rita beim Schokoladeschlemmen


...wow kaum zu glauben, aber ich bin schon fast eine Woche hier. Die Zeit vergeht wie im Fluge und die Tage hier gehen schnell vorbei.
Die Arbeit im Kinderzentrum ist für mich sehr spannend und auch ereignisreich!!!
So starte ich in den Tag!
5:00 Uhr der Hahn kräht und Marie-Ann steht schon fertig mit ihrer Kindergartenuniform im Flur. Ich hole aus dem Brunnen im Hof zwei Eimer gefüllt mit Wasser und bringe sie in unser Badezimmer. Dann geht der nass kalte Spaß los! Geduscht wird hier mit schönen erfrischend kaltem Wasser, das man sich mit einem Eimer über schütte. Bereits nach dem 2. Mal duschen habe ich mich bereits daran gewöhnt und es scheint mir so, als ob ich es noch nie anders gemacht hätte. Nur das Haarewaschen ist einbisschen zeitaufwendiger und bedarf einer guten Technik, um den ganzen Schaum wieder aus den Haaren zu spülen. Dafür sind sie hier um so schneller wieder trocken. Dann schnell noch Zähne putzen und anziehen und dann erklingt vor unserer Zimmertür eine kleine süße Kinderstimme, die ruft " come open me!" und Marie-Ann spaziert mit ihrem Kindergartenrucksack ins Zimmer und möchte los zum Kindergarten.
Die letzten zweit Tage sind wir schon früh um 6 Uhr mit dem Auto zum Kinderzentrum gefahren, da die Straßen zu Fuss schwer begehbar waren aufgrund des vielen Regens. Aber heute war ein ganz schöner sonniger Tag und die Straßenverhältnisse sind wieder viel besser. Ich bin mit Lisa und Johanna (meine beiden Praktikantinnen aus Bamberg) zusammen nach Hause gelaufen. Sheba, ein Mädchen aus dem Kindergarten begleitet uns immer und läuft mit uns nach Hause. Sie ist stolz, dass sie so viele "weiße Lehrer" hat und will lieber mit uns laufen, als mit anderen Kindern. Der Heimweg ist sehr schön und entspannend. Von allen Seiten ertönt es "good afternoon" , "welcome!" oder auch "abroudi"(Weißer) und strahlende Gesichter werfen uns neugierige Blicke zu. Unterwegs kaufen wir uns gerne eine Kleinigkeit zum Naschen, beliebt ist hier Eis aus der Tüte, dass sehr lecker schmeckt. Rita hat auf ihrem Heimweg von der Schule Schokokekse gekauft und ich habe sogar 2 davon abgekommen. Natürlich hat Marie-Ann die Lage geschnuppert und kam gleich neugierig ins Zimmer gelaufen. Voll Genuss haben sie und Rita die letzten Schokoreste aus der Verpackung geleckt.
Nach der Arbeit gab es heute leckere Orangen und Kokosnuss zu essen. Welch Genuss für meinen Gaumen und sehr erfrischend bei der Hitze. Wobei hier für viele Leute gerade "Winter"" ist. Eric, unser Lehrer in der Schule, ist heute den ganzen Tag mit einem dicken Pullover herum gelaufen und er meinte, dass ihm zu kalt sei.
Danach hatte ich nun den Spass Marie-Ann und Nana beim Tanzen und Trommeln zu zu sehen -welch tolles Rhythmus- und Körpergefühl. WOW!!! Davon kann ich mir echt eine Scheibe abschneiden. Ich muss erst viele Tanzstunden bei Jenny im Trommelpalast besuchen und kann es nicht annähernd so gut. BIG UP MARIE-ANN!
Da so schönes Wetter war und von Regen keine Spur nutzte ich gleich die Gelegenheit, um meine Wäsche zu waschen. Nana hat mir vor ein paar Tagen genau erklärt, wie man hier mit den Händen wascht. In einem kleinen Shop hab ich mir auf dem Heimweg dann ariel wash-pouder gekauft und dann ging die große Schrubberei los. Wer hat mir eigentlich geraten ja nur helle und weiße Sachen mit zu nehmen? Böse!!! Während des Waschens haben mir dann die Moskitos total meine Knöchel und Füße zerstochen, so dass ich schnell Socken und Schuhe angezogen habe. Besser ist dass am frühen Abend. Gerade in der Regenzeit ist das mit den Stechmücken hier eine echte Plage. Irgendwann merkt man es jedoch nicht mehr, dass der ganze Körper juckt und ignoriert das Kleinvieh! Man kann sie eh nur schwer platt machen, da sie viel zu schnell sind. Ich hatte letzte Nacht auch zwei in meinem Mosquitonetz, aber die hatten keine Chance und somit war die Nacht sehr angenehm für mich.
Auf der Arbeit habe ich schon so viele schöne tolle englische Kinderlieder und Finger-/Bewegungsspiele gelernt. Das lieben die Kinder hier und sind voller Begeisterung dabei. Es wäre super, wenn wir bald so etwas wie eine Musikanlage oder einen CD-Player bekommen könnten, denn dann könnten die Kinder viel mehr tanzen, singen und springen.
Ich freue mich schon auf Anke, die Sozialarbeiterin die für 6 Wochen auch im Kinderzentrum arbeiten wird. Sie hat mir geschrieben, dass sie auch viele Spielsachen mit bringt und sogar Materialien für ein Zahlenprojekt "Zahlenland" (Pädagogen haben vielleicht schon davon gehört) gespendet bekommen hat. Das Material können wir echt gut gebrauchen, denn es gibt für über 30 Kinder nur wenig Spielmaterialien und somit gibt es oft Streit und Ärger unter den Kindern, wer nun was bekommt. Aber ich bin auf gutem Wege die Kinder an zuleiten, gemeinsam zu spielen und Materialien aufzuteilen. Es finden nun auch schon erste Rollenspiele statt - traditionelle Spiele, wie Mutter-Vater-Kind. Sehr spannend zu beobachten. Alle tragen ihre Sachen gerne auf dem Kopf und spazieren über die Veranda vor dem Klassenzimmer auf und nieder und üben ihre BalanciereKünste.
Aber die wenigen Spielmaterialien sind nicht das einzigste Problem. Durch den vielen Regen leidet das Mauerwerk des Kindergartens schwer. Das Wasser drückt sich durch Decken und Wände, die Mauern um das Gelände herum reißen ein oder der Boden im Hof bricht weg, so dass die Leitungen frei liegen. Jetzt müssen wir zu sehen, dass wir Materialien und Arbeiter auftreiben, bevor der Schaden schlimmer wird. Rose hat über einen Spendenaufruf gebeten.
Also Leute, wer einbisschen Geld übrig hat und uns unterstützen möchte,....nicht lange zögern... wir sind für jeden Cedi dankbar!!! www.ghana-hilfe.org - hier findet ihr die Kontoangaben. DANKE schon einmal im Voraus!!!
Es ist so eine tolle Arbeit hier mit wunderbaren Menschen und ich bin wirklich sehr froh das Projekt freiwillig zu unterstützen.
Hier erste Fotos!!!

Mittwoch, 16. Juni 2010

erstes "hallo" aus ghana

...Entschuldigung an alle, die schon lange und ungeduldig auf Nachricht von mir warten.
JA!!!! - ist die Antwort. Mir geht es sehr gut hier in Ghana und ich fühle mich bereits nach wenigen Tagen bei meiner Gastfamilie wie zu Hause. Manchmal kann ich es kaum glauben, dass ich nun endlich da bin und auf der anderen Seite fühle ich mich so, als sei ich schon eine Ewigkeit hier.
Es ist eine komplett andere Welt hier für mich - alles ist anders! Ich lebe nicht mehr alleine in meiner Wohnung, sondern in einer Familie mit 2 kleinen Kindern, Mami (3Jahre) und Nana(7Jahre). Mami steht morgens zwischen 5 und 6 Uhr mit ihrer Kindergartenuniform fertig klopfend vor der Zimmertür und ruft "Open me!" kommt rein und sucht erst mal nach den Gummibärchen. Ich teile mir meine Zimmer mit Rita. Sie ist bereits 9 Monate hier in Ghana und besucht dort die Schule. Es ist toll jemanden hier als Ansprechpartner zu haben, der sich schon so gut auskennt. So lernt man sehr schnell sich in das Leben zu integrieren. Sonntags haben wir Rita, Johanna und Lisa (meine Praktikantinnen aus Deutschland) einen Ausflug zum Strand gemacht. Das war sehr aufregend- Trotro fahren, durch die Straßen zu laufen...alle begrüßen dich, fragen wie es dir geht usw...Tja 4 weisse Mädels fallen eben auf! Rita ist bereits bekannt bei den Bewohnern von Teshie und viele rufen ihr auf der Straße zu.
Trotro fahren ist sehr billig. Man kann für ca. 10Cent von unserem Haus nach "alt Teshie" fahren an den Strand. Unterwegs haben wir uns dann leckeres Erdbeerjoghurteis gegessen. Hmm sehr lecker-schmeckt wie eingefrorene Fruchtzwerge!
Am Strand angekommen mussten wir erst einmal eine kleine Lagune durchqueren und die Fischer wollten uns freundlicherweise mit ihren Boote rüber fahren-natürlich für viel Geld!
Wir taffen Mädels sind natürlich ganz mutig mit unsren Kleidern durch das Wasser gelaufen. Den Rucksack habe ich einfach auf dem Kopf transportiert. Wir sind dann mit unseren Kleidern auch schwimmen gegangen, weil man hier nicht unbedingt mit Bikini ins Wasser geht, wenn viel Einheimische da sind.
Die Arbeit im Kindergarten ist auch sehr spannend.
So viele kleine Kinderaugen schauen einen neugierig an und rufen den ganzen Tag "Teacher! Teacher!" Manche nennen mich auch Teacher Sarah, so hieß die vorherige Praktikantin.
In der ersten Woche arbeite ich mit den Erzieherinnen in der Kinderkrippe zusammen. Es sind zur Zeit 18 Kinder in der Krippe. Die meisten Kinder sind zwischen 2-3 Jahren. Unser Jüngster ist ca 1,3 Jahre alt. Es ist ein ganz anderes Arbeiten wie in Deutschland-nicht vergleichbar von der Strukur des Tagesablaufes, die Räumlichkeiten und auch Materialien. Doch die Kinder spielen die selben Rollenspiele, lieben natürlich singen und tanzen, bauen mit Holzklötzen...
Leider haben wir für die Kinder nur einen Raum mit noch wenigen Spielmaterialien, die auch für das Alter der Kinder geeignet sind. Das macht es manchmal schwierig, allen Kindern Impulse und Aktivitäten zu bieten, aber ich bin kreativ und nutze alles was ich finden kann, jedes Stück Schnur und kleinste Stück Papier ist hier sehr wertvoll!!!!
Ich bin gerade dabei die Namen der Kinder zu lernen-gar nicht so einfach wie ich dachte, aber mir fällt es nun nach dem 3.Tag nur noch bei 2-3 Kindern schwer sie auseinander zuhalten.
Letzte Nacht hat es so viel geregnet, dass der Weg zum Kindergarten heute morgen eine gewaltige Herausforderung war, nicht im Matsch stecken zu bleiben oder auszurutschen...das fordert echte Konzentration. Aber Rose zeigt mir alle Tricks, wie man hier gut durch die Straßen kommt. Heute Mittag sind wir dann auch früher von der Arbeit mit dem Auto nach Hause gefahren-echt eine Kunst bei den Straßenverhältnissen Auto zu fahren-ähnlich wie Fahren in Tiefschneen....Ich bin nur am Staunen und sitze entspannt hinten im Auto und schaue neugierig aus dem Fenster. Die Ziegen suchen überall Unterschlupf, denn sie mögen den Regen auch nicht.
Jetzt wollen wir gleich ein paar Sachen für das Projekt schreiben und noch einbisschen was für die Arbeit im Kindergarten vorbereiten.
Heute Abend möchte ich dann noch meine Wäsche waschen - hier wird mit der Hand gewaschen!!! und Nana zeigt mir seine Trommel, wenn er von der Schule zurück kommt....
....mir geht es echt gut hier und ich werde bestimmt viel lernen, tolle Abenteurer erleben....
ganz liebe Grüße an meine Homies
greetings beate

Donnerstag, 10. Juni 2010

Jetzt gehts los!

So Leute, in wenigen Stunden beginnt mein Abenteuer in Ghana...
!!!MEIN BLOG STEHT!!!
Hier könnt ihr neugierig Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke
verfolgen und schöne Fotos betrachten.
Ich freue mich über eure Kommentare und haltet mich auf dem
Laufenden.
Werd euch vermissen
Beate