Der Makola-Markt ist der größte und nach dem Reiseführer auch der wichtigste Markt hier in Accra. Er befindet sich direkt im Zentrum der Hauptstadt und ist rießen groß.
Der Markt verkauft frische Produkte, hergestellte und importierte Lebensmittel, Kleidung, Schuhe , Werkzeuge , Medikamente, Töpfe und Pfanne u.v.m...
Das faszinierenste für mich waren die vielen tausend verschiedene Stoffe!!! Stoffe in allen Farben, Mustern, verschiedene Qualität....ein Stand neben dem anderen. Da fällt die Auswahl echt nicht leicht. Ich bin sehr froh weitere 5 Monate hier in Ghana zu sein, um nach Stoffen Ausschau zu halten und ich kann ja zum Glück auch wieder 46 Kilo mit nach Hause nehmen. Also Mama, schmeiß die Nähmaschine an. Ich bin auch fündig geworden und habe mir zwei tolle Stoffe ausgesucht und werde mir bei Rose´s Schneiderin daraus Kleider und Hosen nähen lassen.
Samstag, 17. Juli 2010
Trommeln und Tanzen in Ghana
Mustafa Tettey Addy (rechts)
In Kokrobite, einem kleinen Fischerdorf ca. 30 km westlich von Accra, besuchte ich mit Anke das AAMA-Centre - Academy of African Arts and Music. Uschi, die Tanzlehrerin von Anke aus Deutschland, ist zur Zeit auch in Ghana unterwegs, da sie an ihrem Buch über traditionelle Tänze aus Ghana arbeitet, viele Interviews hat und überall im Lande recherchiert. Von ihr haben wir den Tip bekommen, Sonntags doch mal im AAMA-Centre vorbei zu schauen. Hier finden regelmäßig am Wochenende Trommel-und Tanzauftritte statt und wir hatten sogar die Ehre den Meister der Panlogokünste persönlich dort anzutreffen und ihm beim Trommeln zu zusehen. Mustafa Tettey Addy ist in Ghana einer der berühmtesten Trommler des traditionellen Panlogospiels. Er ist der Gründer des AAMA-Centre in den 80.Jahren und hat dort eine tolle Trommel- und Tanzszene aufgebaut. Es war sehr beeindruckend Mustafa und seine Familie kennen zu lernen. Uschi hat zu der Addy-Family gute Kontakte und somit wurden wir gleich herzlich empfangen in der muslimischen “Männer-WG”.
Morgens haben wir uns bereits früh auf den Weg in Richtung Kokrobite gemacht und sind mit dem Trotro zum Kaneshie-Markt in Accra gefahren. Von dort aus ging es dann weiter in Richtung Kokrobitey, wobei uns der Trotro-Fahrer einbisschen verarscht hat und uns einfach an der großen Hauptstraße rausgeschmissen hat anstatt nach Kokrobitey direkt zu fahren. Nun ja, da standen wir dann nun und wussten´, dass es wohl zu Fuss leider zu weit ist. Uschi hat dann bei Mustafa angerufen, der uns einen Fahrer organisiert hat und somit kamen wir dann doch nach ca. 2 Stunden Fahrt für eine Strecke von ca. 30 Kilometern gut an. Da wir noch nicht gefrühstückt haben und wir doch alle schon recht hungrig waren, haben wir leckeren Jollof-Rice in Restaurante von Mustafas Schwester gegessen. Hmmm, das Essen war so lecker - Ingwerreis mit Gemüse und Salat und ganz vegetarisch!!! Welch Gaumenschmaus nach dem vielen Fisch hier.
Nach dem Essen haben wir uns dann in Richtung schönen Traumstrand fortbewegt, doch konnten anfangs keinen direkten Zugang zum Meer finden. Doch nach dem wir durch die Gärten großer Bonzenhäuser stolziert sind, wie drei Ziegen und immer wieder einen kleinen Trampelpfad zum Laufen fanden, haben wir uns doch auf abenteuerliche Weise dem Meer genähert. Wow, der erste Anblick war ein Traum. Menschenleerer Sandstrand, Sonnenschein und riesige Wellen! Hab mich gar nicht ins Wasser getraut, …aber mit den Füßen darin zu planschen, war auch sehr nett.
Um 15:00 Uhr fing dann die Trommel-Tanz Performance im AAMA-Centre an. Wir saßen sogar in der 1.Reihe und hatten einen super schönen Blick von der Terrasse aus. Neugierig beobachteten wir das lebhafte Treiben, wie die vielen tollen verschiedenen Trommeln platziert wurden, die Tänzer sich vorbereiteten usw…und dann ging es auch endlich los! Es war total beeindruckend und eine wunderschöne Atmosphäre - der tolle Blick auf die Bühne, hintendran das Meer und Palmen, alle trugen bunte traditionelle Kleidung. Ich war nur am Staunen und fühlte mich wie ein kleines Kind beim Auspacken der Geburtstagsgeschenke -Beate strahlte! Interessant ist es für mich ghanaischen Tanz zu erleben,. Es ´gibt auf den ersten Blick schon Unterschiede zu erkennen. Die Bewegungen sind viel feiner und kleiner bei den Tänzerinnen und es ist eher am Boden orientiert. Zumindest sieht es für mich zunächst nicht so anstrengend aus, wie die Workshops bei Souleyman. Ich habe alles ganz genau beobachtet und auch einiges bei den Trommelrhythmen wieder erkannt, wie z. B. bekannte Glocken und Trommelbeats. Nachdem die junge dynamische Gruppe fertig waren, hörte man von weitem schon das Einmarschieren des Meistertrommlers Mustafa mit seiner Gruppe. So gigantische Trommeln habe ich noch nie in diesem Stil gesehen - einfach nur genial! Diese Art von Trommelmusik und Rhythmen war für mich total unbekannt. Ich habe mich die ganze Zeit versucht im Trommelspiel zu orientieren, aber es war wohl eher so etwas in die Richtung “Trommelsprache”, Kommunikation in Form von “Frage-Antwort”, aber auf jeden Fall sehr schön.
Danach hat uns Uschi noch über das Gelände des Centers geführt und uns einbüßen über die Entstehen und Geschichte aufgeklärt. Als wir uns dann auf den Heimweg mit dem Trotro machen wollten und uns von Mustafa verabschiedeten, bestand er darauf uns in seinem Haus später noch zu treffen. Er wollte uns unbedingt persönlich zurück nach Teshie bringen. Mit dem Trotro wäre es um diese Uhrzeit seiner Meinung nach kaum möglich dem riesen Stau zu entgehen. Doch da ja an diesem Abend das Fußball-Finale statt fand und das Haus voll mit Männern war, konnte wir uns erst nach dem Matsch auf den Weg machen. Somit waren wir noch nett zum Fussballschauen eingeladen und habe glücklicher Weise auch nicht das Spiel verpasst. Naja, Holland hat leider verloren. Schade! Die Hälfte der Männer waren für Holland, die andere Hälfte + Uschi für Spanien. Es war eine gute Stimmung. Mit Afrikanern Fußball zu schauen, ist sehr lebhaft! Zwischen durch hat Mustafa immer mal wieder begonnen zu trommeln, wenn er nicht gerade mit einem Tuch wild durch den Raum geschlagen hat, um die Mosquitos zu töten. Ich hatte leider trotzdem Stiche, aber nur halb so wild.
Ja und als dann das Spiel vorbei war, brachen wir die Heimreise an. Es war so entspannend in einem Jeep zu fahren - genau das richtige Auto für die krassen Straßenverhältnisse! Bevor wir Kokorbitey verließen, hat uns Mustafa noch zu einem See gebracht, um uns zu zeigen wo er seine hunderte kleine mini Fische herbekommt, die er scheinbar verkauft. Das war echt noch ein netter kleiner Abstecher, wobei ich schon sehr müde war. Auf der Fahrt gab es dann noch ein leckeres Strawberry-Verlierer-Fan-Ice und gute Musik. Innerhalb von ca. 30-45 Minuten waren wir dann auch schon wieder zurück in Teshie und ich war echt froh, als ich in meinem Bett lag, denn der Wecker klingelt hier jeden Morgen für mich um 5:00 Uhr! Gute Nacht!!
In Kokrobite, einem kleinen Fischerdorf ca. 30 km westlich von Accra, besuchte ich mit Anke das AAMA-Centre - Academy of African Arts and Music. Uschi, die Tanzlehrerin von Anke aus Deutschland, ist zur Zeit auch in Ghana unterwegs, da sie an ihrem Buch über traditionelle Tänze aus Ghana arbeitet, viele Interviews hat und überall im Lande recherchiert. Von ihr haben wir den Tip bekommen, Sonntags doch mal im AAMA-Centre vorbei zu schauen. Hier finden regelmäßig am Wochenende Trommel-und Tanzauftritte statt und wir hatten sogar die Ehre den Meister der Panlogokünste persönlich dort anzutreffen und ihm beim Trommeln zu zusehen. Mustafa Tettey Addy ist in Ghana einer der berühmtesten Trommler des traditionellen Panlogospiels. Er ist der Gründer des AAMA-Centre in den 80.Jahren und hat dort eine tolle Trommel- und Tanzszene aufgebaut. Es war sehr beeindruckend Mustafa und seine Familie kennen zu lernen. Uschi hat zu der Addy-Family gute Kontakte und somit wurden wir gleich herzlich empfangen in der muslimischen “Männer-WG”.
Morgens haben wir uns bereits früh auf den Weg in Richtung Kokrobite gemacht und sind mit dem Trotro zum Kaneshie-Markt in Accra gefahren. Von dort aus ging es dann weiter in Richtung Kokrobitey, wobei uns der Trotro-Fahrer einbisschen verarscht hat und uns einfach an der großen Hauptstraße rausgeschmissen hat anstatt nach Kokrobitey direkt zu fahren. Nun ja, da standen wir dann nun und wussten´, dass es wohl zu Fuss leider zu weit ist. Uschi hat dann bei Mustafa angerufen, der uns einen Fahrer organisiert hat und somit kamen wir dann doch nach ca. 2 Stunden Fahrt für eine Strecke von ca. 30 Kilometern gut an. Da wir noch nicht gefrühstückt haben und wir doch alle schon recht hungrig waren, haben wir leckeren Jollof-Rice in Restaurante von Mustafas Schwester gegessen. Hmmm, das Essen war so lecker - Ingwerreis mit Gemüse und Salat und ganz vegetarisch!!! Welch Gaumenschmaus nach dem vielen Fisch hier.
Nach dem Essen haben wir uns dann in Richtung schönen Traumstrand fortbewegt, doch konnten anfangs keinen direkten Zugang zum Meer finden. Doch nach dem wir durch die Gärten großer Bonzenhäuser stolziert sind, wie drei Ziegen und immer wieder einen kleinen Trampelpfad zum Laufen fanden, haben wir uns doch auf abenteuerliche Weise dem Meer genähert. Wow, der erste Anblick war ein Traum. Menschenleerer Sandstrand, Sonnenschein und riesige Wellen! Hab mich gar nicht ins Wasser getraut, …aber mit den Füßen darin zu planschen, war auch sehr nett.
Um 15:00 Uhr fing dann die Trommel-Tanz Performance im AAMA-Centre an. Wir saßen sogar in der 1.Reihe und hatten einen super schönen Blick von der Terrasse aus. Neugierig beobachteten wir das lebhafte Treiben, wie die vielen tollen verschiedenen Trommeln platziert wurden, die Tänzer sich vorbereiteten usw…und dann ging es auch endlich los! Es war total beeindruckend und eine wunderschöne Atmosphäre - der tolle Blick auf die Bühne, hintendran das Meer und Palmen, alle trugen bunte traditionelle Kleidung. Ich war nur am Staunen und fühlte mich wie ein kleines Kind beim Auspacken der Geburtstagsgeschenke -Beate strahlte! Interessant ist es für mich ghanaischen Tanz zu erleben,. Es ´gibt auf den ersten Blick schon Unterschiede zu erkennen. Die Bewegungen sind viel feiner und kleiner bei den Tänzerinnen und es ist eher am Boden orientiert. Zumindest sieht es für mich zunächst nicht so anstrengend aus, wie die Workshops bei Souleyman. Ich habe alles ganz genau beobachtet und auch einiges bei den Trommelrhythmen wieder erkannt, wie z. B. bekannte Glocken und Trommelbeats. Nachdem die junge dynamische Gruppe fertig waren, hörte man von weitem schon das Einmarschieren des Meistertrommlers Mustafa mit seiner Gruppe. So gigantische Trommeln habe ich noch nie in diesem Stil gesehen - einfach nur genial! Diese Art von Trommelmusik und Rhythmen war für mich total unbekannt. Ich habe mich die ganze Zeit versucht im Trommelspiel zu orientieren, aber es war wohl eher so etwas in die Richtung “Trommelsprache”, Kommunikation in Form von “Frage-Antwort”, aber auf jeden Fall sehr schön.
Danach hat uns Uschi noch über das Gelände des Centers geführt und uns einbüßen über die Entstehen und Geschichte aufgeklärt. Als wir uns dann auf den Heimweg mit dem Trotro machen wollten und uns von Mustafa verabschiedeten, bestand er darauf uns in seinem Haus später noch zu treffen. Er wollte uns unbedingt persönlich zurück nach Teshie bringen. Mit dem Trotro wäre es um diese Uhrzeit seiner Meinung nach kaum möglich dem riesen Stau zu entgehen. Doch da ja an diesem Abend das Fußball-Finale statt fand und das Haus voll mit Männern war, konnte wir uns erst nach dem Matsch auf den Weg machen. Somit waren wir noch nett zum Fussballschauen eingeladen und habe glücklicher Weise auch nicht das Spiel verpasst. Naja, Holland hat leider verloren. Schade! Die Hälfte der Männer waren für Holland, die andere Hälfte + Uschi für Spanien. Es war eine gute Stimmung. Mit Afrikanern Fußball zu schauen, ist sehr lebhaft! Zwischen durch hat Mustafa immer mal wieder begonnen zu trommeln, wenn er nicht gerade mit einem Tuch wild durch den Raum geschlagen hat, um die Mosquitos zu töten. Ich hatte leider trotzdem Stiche, aber nur halb so wild.
Ja und als dann das Spiel vorbei war, brachen wir die Heimreise an. Es war so entspannend in einem Jeep zu fahren - genau das richtige Auto für die krassen Straßenverhältnisse! Bevor wir Kokorbitey verließen, hat uns Mustafa noch zu einem See gebracht, um uns zu zeigen wo er seine hunderte kleine mini Fische herbekommt, die er scheinbar verkauft. Das war echt noch ein netter kleiner Abstecher, wobei ich schon sehr müde war. Auf der Fahrt gab es dann noch ein leckeres Strawberry-Verlierer-Fan-Ice und gute Musik. Innerhalb von ca. 30-45 Minuten waren wir dann auch schon wieder zurück in Teshie und ich war echt froh, als ich in meinem Bett lag, denn der Wecker klingelt hier jeden Morgen für mich um 5:00 Uhr! Gute Nacht!!
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