W O W ! Kaum zu glauben, der September ist nun auch schon bald vorbei.
Die letzten Wochen war ich viel mit Kofi und seinen Trommelleuten unterwegs. Jedes Wochenende werde ich herzlich zu verschiedenen Auftritten, wie Beerdigungen, Kirchenveranstaltungen, Trainingsabende...eingeladen. Ich mag es sehr, mit ihnen in einem kleinen wackeligen Trotro, voll geladen mit Trommeln und Kleinpercussions, durch Accra zu fahren. Immer sind sie laut am singen, klatschen... und ich genieße sehr die Leichtigkeit und Lebensfreude dieser Leute. Es ist so spannend! Manchmal fühl ich mich wie ein kleiner Groupie, der mit der Band von Auftritt zu Auftritt reist.
Aber sie sind auch stets meine Zuschauer, wenn ich im Hof meine Trommel- und Tanzstunden habe. Ja genau, ich habe nun zweimal wöchentlich Trommel- und Tanzstunden mit zwei wunderbaren Lehrern. Der Unterricht findet immer gegen 18:00 Uhr nach Kofis Training in dem Hof seines Chefs statt. Anfangs war ich einbisschen verunsichert, da ich mir bereits dachte, dass ich dann immer viele neugierige Zuschauer haben werde. Doch es macht mir nichts aus zwischen spielenden Kindern,wuseligen Hunden, gewichtestämmenden Männern, kochenden Frauen...zu tanzen. Manchmal bin ich dadurch zwar einbisschen abgelenkt , doch ich lerne schnell und die Leute sind fleißig am klatschen, wenn ich meine Tanzeinlage hingelegt habe. Wahrscheinlich sind sie nur einfach höflich und freuen sich, dass ich Interesse an ihrer Kultur zeige. Hahaha, ist bestimmt immer witzig für die Ghanaer einem Obruni beim Tanzen zu zuschauen. Doch ich bekomme nun regelmäßig eine super Unterstützung von einer Tänzerin aus Kofis Gruppe. Sie tanzt gerne mit, wenn Selina mich unterrichtet. Zu dritt macht es mehr Spass, wenn wir zusammen im Kreis tanzen. Beim letzten Mal kam im Anschluss eine Frau auf mich zugestürtzt und wollte mir einen Cedi in die Hand drücken. Sie fand wohl Gefallen an meiner Art zu tanzen und wollte mich gleich zum Biertrinken einladen. Oh ich mag diese Offenheit und Fröhlichkeit der Menschen hier so gerne. Ich fühle mich so wohl und freue mich, die Menschen und das Leben hier in allen Facetten kennen zu lernen. Ich genieße es mit Kofi durch die kleinen Gassen von Accra zu spazieren, hier Freunde zu treffen und da Familienmitglieder zu begrüßen. Ständig werde ich zum Essen eingeladen und ich koste alle möglichen Leckerein. Wenn ich zu meinen Unterrichtsstunden laufe, begrüßen mich viele Leute unterwegs und sie wissen genau, dass ich zum Trommeln verabredet bin. Kinder kommen rufend auf mich zugerannt, nehmen mich an der Hand und führen mich zu Kofi, der bereits im Hof mit seiner Gruppe trainiert. Ich fühle mich solangsam richtig selbstsicher hier und es ist kein Problem für mich alleine durch die Straßen zu laufen. Klar bekommt man hin und wieder mal einen flotten Heiratsantrag und viele wollen dein "special-friend" sein, aber wenn man mit den Menschen hier lacht und ihnen stets freundlich begegnet, dann hat man immer viel Spass mit ihnen. Manchmal vergesse ich sogar, dass ich eine andere Hautfarbe habe und fühle mich total integriert. Doch die rufenden Kinder erinnern mich stets daran, dass ich ein Obruni bin und doch immer wieder auffalle.
Montag, 27. September 2010
Sonntag, 26. September 2010
Ein großer Abenteuerspielplatz für Kinder
Die Arbeit im Kinderzentrum ist nun wieder voll im Gange. In diesem Monat haben wir bereits 6 neue Kinder aufgenommen. Davon gehen fünf zweijährige Jungen in die Krippe und ein dreijähriger Junge in die Kindergartenklasse. Ich arbeite nun mit 22 Krippenkindern zusammen. Da gibt es echt viel zu tun!!! Zur Zeit suchen wir dringend noch 2 Erzieherinnen zur Unterstützung der Arbeit im Kindergarten- und Krippenbereich, da wir zu wenig Personal haben. Seid anfang der Woche arbeiten zwei junge Frauen nun zur Probe im Kinderzentrum und es werden noch weitere Bewerber sich vorstellen. Ich bin sehr froh, wenn wir noch zusätzliche Mitarbeiter bekommen, damit sich die Arbeit in den einzelnen Klassen entzerrt und ich mich auch intensiver um die Neuankömmlinge kümmern kann. So langsam merke ich auch schon, dass ich selbst nur noch ca. 10 Wochen in Ghana sein werde. Mir ist es wichtig, dass die positive Entwicklung im Kinderzentrum kontinuierlich weiter läuft und sich das besondere Schulsystem oder auch Konzept weiter ausbaut. Jetzt, wo ich richtig hier in Ghana angekommen bin, mich gut im Kinderzentrum eingelebt habe, erste Kontakte zu Eltern knüpfe und die Kinder mit ihren Bedürfnissen und Interessen kennen lerne,...was soll ich sagen? Die Zeit vergeht zu schnell und ein halbes Jahr ist sehr schnell vorbei.
Doch ich will mal nicht so traurig klingen, denn noch bin ich voll und ganz da und erlebe täglich spannende Situationen mit den Kindern. In den letzten Wochen wurde eine überdachte Hütte für das Außengelände von einem Tischler gebaut. Für die Kinder war dies nun ganz klar ein tolles Paradis zum Spielen, Erkunden und Entdecken. Alle waren ganz aktiv und sehr kreativ im Umgang mit den Baumaterialien. Große Holzleisten, Bretter und Balken wurden in die Hütte geschleppt und dann wurde fleißig gearbeitet. In kleinen Gruppen fanden eine Menge interessanter Rollenspiele bei den Kindern gemischten Alters statt. Die Mädchen bevorzugten traditionell das beliebte Mutter-Vater-Kind-Rollenspiel. Leere Dosen, Flaschen, Holzplatten und große Steine regten die Kindern zum Kochenspielen an und es wurden typische ghanaische Leckereien, wie Fufu, Banku, Rice&Chicken... zubereitet. Alte Autoreifen dienten hier besonders gut als bequeme Sitzmöglichkeit oder wurden auch als Feuerstelle umfunktioniert. Ich begleitete noch ein zweite Kindergruppe bei einer interessanten Aktion. Der Plan von zwei Jungen und einem Mädchen war es, aus Brettern und Holzbalken eine Wippe zu bauen. Alles was die Kinder um sich herum gefunden haben, war total wertvoll und kam gleich kreativ zum Baueinsatz. Riesige Nägel hauten die Jungs mit großen Steinen in die Holzbalken hinein. Bei dem ersten Anblick blieb mit fast das Herz stehen und bereits nach wenigen Minuten musste ich feststellen, dass sie wohl besser mit Steinen im Hämmern sind, als ich mit einem guten Hammer. Erstaunlich fand ich den sicheren und gezielten Umgang der Kinder mit dem Material. Die Kinder haben sich gut miteinander abgesprochen, sich gegenseitig unterstützt und sich aktiv an dem Bau der Wippe eingebracht -" super Teamwork!" kann ich nur dazu sagen. Klar, auch die großen Sandberge laden zum Spielen ein und welches Kind mag es nicht gerne im Sand zu buddeln? Rauf und Runter ging es von dem einen auf den anderen Hügel und wenn man sich Holzbertter mit nach oben nimmt, dann kann man sogar damit hinuter rutschen. Ist ähnlich, wie Schlittenfahren!
Doch ich will mal nicht so traurig klingen, denn noch bin ich voll und ganz da und erlebe täglich spannende Situationen mit den Kindern. In den letzten Wochen wurde eine überdachte Hütte für das Außengelände von einem Tischler gebaut. Für die Kinder war dies nun ganz klar ein tolles Paradis zum Spielen, Erkunden und Entdecken. Alle waren ganz aktiv und sehr kreativ im Umgang mit den Baumaterialien. Große Holzleisten, Bretter und Balken wurden in die Hütte geschleppt und dann wurde fleißig gearbeitet. In kleinen Gruppen fanden eine Menge interessanter Rollenspiele bei den Kindern gemischten Alters statt. Die Mädchen bevorzugten traditionell das beliebte Mutter-Vater-Kind-Rollenspiel. Leere Dosen, Flaschen, Holzplatten und große Steine regten die Kindern zum Kochenspielen an und es wurden typische ghanaische Leckereien, wie Fufu, Banku, Rice&Chicken... zubereitet. Alte Autoreifen dienten hier besonders gut als bequeme Sitzmöglichkeit oder wurden auch als Feuerstelle umfunktioniert. Ich begleitete noch ein zweite Kindergruppe bei einer interessanten Aktion. Der Plan von zwei Jungen und einem Mädchen war es, aus Brettern und Holzbalken eine Wippe zu bauen. Alles was die Kinder um sich herum gefunden haben, war total wertvoll und kam gleich kreativ zum Baueinsatz. Riesige Nägel hauten die Jungs mit großen Steinen in die Holzbalken hinein. Bei dem ersten Anblick blieb mit fast das Herz stehen und bereits nach wenigen Minuten musste ich feststellen, dass sie wohl besser mit Steinen im Hämmern sind, als ich mit einem guten Hammer. Erstaunlich fand ich den sicheren und gezielten Umgang der Kinder mit dem Material. Die Kinder haben sich gut miteinander abgesprochen, sich gegenseitig unterstützt und sich aktiv an dem Bau der Wippe eingebracht -" super Teamwork!" kann ich nur dazu sagen. Klar, auch die großen Sandberge laden zum Spielen ein und welches Kind mag es nicht gerne im Sand zu buddeln? Rauf und Runter ging es von dem einen auf den anderen Hügel und wenn man sich Holzbertter mit nach oben nimmt, dann kann man sogar damit hinuter rutschen. Ist ähnlich, wie Schlittenfahren!
Donnerstag, 9. September 2010
Ein Ziegenfest zum Abschied und die erste Woche im Kindergarten
...nun habe ich auch Anke und Tamara unter Tränen (nicht bei mir) hier verabschiedet und die beiden sind letzten Donnerstag zurück nach Deutschland geflogen. Zum Abschied hat Rose und ihre Familie ein super leckeres Essen arrangiert und zur Feier des Tages wurde sogar eine Ziege geschlachtet. Ja,...hier im Hof gegen Abend, wir waren alle live dabei!!! Schon auf dem nach Hauseweg wusste ich, was an diesem Abend auf mich zu kommen würde und plözlich wurde mir ganz schwindelig und ich habe sogar Schweißausbrüche bekommen. Naja, vielleicht hab ich auch einfach zu wenig Wasser getrunken, wer weiß...
Ich war auf jeden Fall total mutig und habe mir das Schlachten der Ziege angeschaut. War schon krass, noch zuvor stand sie lebendig bei uns im Hof (ich glaube ihre Beine waren gebrochen) und hat mich mit großen Kulleraugen angeschaut. Ich hielt einen Sicherheitsabstand von 2-3 Metern ein und beäugelte schweren Herzens, wie zwei Männer die Schlachtung durchführten. Die Ziegen hat schon total geschrien...will es auch nicht näher ausführen. FAZIT: Als die Ziege später nach etwa 2 Stunden dann zubereitet mit Pfeffer und Brot serviert wurde, kam ich nun zum ersten Mal in den "Genuss" Ziegenfleisch (frischer geht es ja wohl nicht mehr) zu kosten. Ich muss sagen, es hat echt stark nach Ziege geschmeckt. Es war ein intensiver Fleischgeschmack und ich habe schön viel viel scharfen Pfeffer dazu gegessen und zwischen durch gab es einpaar Herb Afric (Schnaps) für das Wohlbefinden meines Magens. Alles Gut! Danach Immes, war Fleischkoma angesagt....u know!
So viel zum Ziegenfest und "fleischum", auf der Arbeit sind wir nun auch wieder voll eingestiegen. Die erste Woche war eher sehr gemütlich und es waren immer nur zwischen 10-15 Kinder da. Somit konnte ich sehr intensiv mit einzelnen Kindern und kleinen Spielgruppen arbeiten und sie begleiten. Als neues beliebtes Spielmaterial habe ich nun die aus Deutschland gesponsorten Duplo-Legobausteine eingeführt. Die Kinder entwickeln sich von Tag zu Tag mehr zu kreativen Konstrukteuren und es entstehen tolle Bauwerke. Heute haben wir 4 neue 2-jährige Kinder in unsere Kinderkrippe aufgenommen. Hier versteht man etwas anderes unter "Eingewöhnungszeit", denn die Kinder werden direkt an ihrem ersten Tag morgens zeitig von den Eltern gebracht und erst nach Kindergartenende am Nachmittag abgeholt. Ich war schon sehr begeistert darüber, wie super die Jungen ihren ersten Tag in der für sie total neuen Umgebung mit so vielen fremden Menschen gemeistert haben. Ich war auf weitmehr Tränen, Trennungsschmerz und Kummer bei den Kindern eingestellt, als die Eltern sich verabschiedet haben. Ich bin mal gespannt, wie nun die nächsten Tage laufen werden. Auch unsere 1.Klasse hat nun mit vier Kindern gestartet und die ersten Wechsel von Krippenkindern in den Kindergarten sind geplant. Die Fortschritte und Erfolge sind auch noch nach den 3 Wochen Ferien täglich im Kinderzentrum sichtbar und ich bin stolz, wie positv sich die Kinder und auch die Arbeit im Kinderzentrum bis jetzt entwickelt haben.
Ich habe auch ein paar Leute in Accra kennen gelernt, die alle etwas mit Trommeln zu tun haben. Sie laden mich manchmal ein, sie auf Auftritte bei Gottesdiensten, Beerdingungen...zu begleiten. Ist echt schön hier einbisschen Anschluss gefunden zu haben, nach dem nun alle Weißen abgereist sind. Morgen früh treffen wir uns gegen 8 in Accra und dann fahren wir zusammen auf eine Performance. Bin gespannt, wo es denn da genau hin geht. Mittags bin ich dann noch auf eine Baby-Party (Taufe) eingeladen, was hier auch ziemlich groß gefeiert wird. Ist schon toll alles so hautnah mit zu erleben. Wie heißt es so schön "Mittendrin statt nur dabei!" Klar ist jeder immer über meine Anwesenheit als einzigster Weißer sehr erfreut und es wird ne Menge gelacht mit dem Obruni.
Ich war auf jeden Fall total mutig und habe mir das Schlachten der Ziege angeschaut. War schon krass, noch zuvor stand sie lebendig bei uns im Hof (ich glaube ihre Beine waren gebrochen) und hat mich mit großen Kulleraugen angeschaut. Ich hielt einen Sicherheitsabstand von 2-3 Metern ein und beäugelte schweren Herzens, wie zwei Männer die Schlachtung durchführten. Die Ziegen hat schon total geschrien...will es auch nicht näher ausführen. FAZIT: Als die Ziege später nach etwa 2 Stunden dann zubereitet mit Pfeffer und Brot serviert wurde, kam ich nun zum ersten Mal in den "Genuss" Ziegenfleisch (frischer geht es ja wohl nicht mehr) zu kosten. Ich muss sagen, es hat echt stark nach Ziege geschmeckt. Es war ein intensiver Fleischgeschmack und ich habe schön viel viel scharfen Pfeffer dazu gegessen und zwischen durch gab es einpaar Herb Afric (Schnaps) für das Wohlbefinden meines Magens. Alles Gut! Danach Immes, war Fleischkoma angesagt....u know!
So viel zum Ziegenfest und "fleischum", auf der Arbeit sind wir nun auch wieder voll eingestiegen. Die erste Woche war eher sehr gemütlich und es waren immer nur zwischen 10-15 Kinder da. Somit konnte ich sehr intensiv mit einzelnen Kindern und kleinen Spielgruppen arbeiten und sie begleiten. Als neues beliebtes Spielmaterial habe ich nun die aus Deutschland gesponsorten Duplo-Legobausteine eingeführt. Die Kinder entwickeln sich von Tag zu Tag mehr zu kreativen Konstrukteuren und es entstehen tolle Bauwerke. Heute haben wir 4 neue 2-jährige Kinder in unsere Kinderkrippe aufgenommen. Hier versteht man etwas anderes unter "Eingewöhnungszeit", denn die Kinder werden direkt an ihrem ersten Tag morgens zeitig von den Eltern gebracht und erst nach Kindergartenende am Nachmittag abgeholt. Ich war schon sehr begeistert darüber, wie super die Jungen ihren ersten Tag in der für sie total neuen Umgebung mit so vielen fremden Menschen gemeistert haben. Ich war auf weitmehr Tränen, Trennungsschmerz und Kummer bei den Kindern eingestellt, als die Eltern sich verabschiedet haben. Ich bin mal gespannt, wie nun die nächsten Tage laufen werden. Auch unsere 1.Klasse hat nun mit vier Kindern gestartet und die ersten Wechsel von Krippenkindern in den Kindergarten sind geplant. Die Fortschritte und Erfolge sind auch noch nach den 3 Wochen Ferien täglich im Kinderzentrum sichtbar und ich bin stolz, wie positv sich die Kinder und auch die Arbeit im Kinderzentrum bis jetzt entwickelt haben.
Ich habe auch ein paar Leute in Accra kennen gelernt, die alle etwas mit Trommeln zu tun haben. Sie laden mich manchmal ein, sie auf Auftritte bei Gottesdiensten, Beerdingungen...zu begleiten. Ist echt schön hier einbisschen Anschluss gefunden zu haben, nach dem nun alle Weißen abgereist sind. Morgen früh treffen wir uns gegen 8 in Accra und dann fahren wir zusammen auf eine Performance. Bin gespannt, wo es denn da genau hin geht. Mittags bin ich dann noch auf eine Baby-Party (Taufe) eingeladen, was hier auch ziemlich groß gefeiert wird. Ist schon toll alles so hautnah mit zu erleben. Wie heißt es so schön "Mittendrin statt nur dabei!" Klar ist jeder immer über meine Anwesenheit als einzigster Weißer sehr erfreut und es wird ne Menge gelacht mit dem Obruni.
Dienstag, 31. August 2010
Trommeln im Kasapa-Centre, ein Beerdigungsbesuch und das Homowo-Festival in Teshie...
| ....liebe Grüße aus Deutschland.... |
| Susanne und Kofi vom Kasapa-Centre |
| open air-duschen |
| mein Lieblingsplatz am Meer... |
| Trommeln auf der Veranda |
| unsere kleinen Häuschen... |
| lesen in der Hängematte... |
| unsere Trommel-Tanz-Crew |
| Abschiedstrommel-Session mit Meeresrauschen... |
HOMOWO-FESTIVAL....das große Rennen beginnt!!!!
Zurück im Art-Centre beim Trommelkauf...
sexy ladys!!!!
oh...meine Kpanlogog ist in Arbeit....
Die Beerdigung von Ansah´s Onkel in Accra
Kasapa-Centre in Nyanyano
Nach einem kurzen Zwischenstop in Teshie, bekamen wir alle drei nochmal Lust auf Strandurlaub und somit setzten wir unsere Reise fort in der Hoffnung, nun doch besseres Wetter zu haben. Wie sagt man so schön "wenn Engel reisen..." Da wir außerdem großen Gefallen am Tanzen und Trommeln gefunden haben und auch ein gutes Trio sind, heckten wir den Plan aus ins Kasapa-Centre in Nyanyano (40 km westliche von Accra) zu fahren. Ankes erster Trommellehrer hat bereits viel Positives über das Trommelzentrum erzählt. Er selbst ist auch schon mehrmals zu Workshops dort gewesen, jedoch noch im alten Center, das vor vielen Jahren fast neben dem Odehe-Centre in Teshie war. Die neue Anlage des Deutsch-Ghanaischen Paares Susanne und Kofi befindet sich nun direkt am Strand und bietet Besuchern eine sehr ruhigen und gemütlichen Atmosphäre. Das tut doch immer wieder mal gut nach zu viel Großstadtstress und Reizüberflutungsaktion. Da wir leider keine Telefonnummer ausfindig machen konnten, sind wir einfach mit kleinem Gepäck los gestartet und standen somit unangemeldet vor der Tür. Wenn Engel reisen, wie kann es anders sein, gab es Platz für uns, und auch der Tanzunterricht konnte promt für den nächsten Tag organisiert werden. Dort lernten wir dann den "Fume Fume-Tanz". Wunderbar: ein toller Rhythmus, und der Tanz war von uns auch in drei Tagen gelernt. Wir ernteten von Susanne echt Lob: so schnell ist kaum jemand meinte sie. Aber so sind wir halt...ein super Tanzteam!!! Auch der Trommelunterricht hat sich ausgezahlt und wir hatten viel Spass mit Prince Kofi, unserem Trommellehrer. Er hat mich ebenfalls in den Adelstand erhoben und mich zur Princess gemacht, aber nur weil er sich anfangs meinen doch so ungewöhnlichen Namen nicht merken konnte. Wir hatten echt drei wunderschöne Tage im Kasapa-Centre und auch das leckere Essen habe ich sehr genossen. Es gab jeden Tag Salat, Butter, Marmelade und auch Joghurt...das hatte ich die letzten 3 Monate nicht mehr gegessen. Sehr gut!!! Unsere Heimfahrt war auch noch spannend und ist berichtenswert. Sag nur Trotrofahrt mit Achsbruch. Das Trotro war ohnehin schon sehr mitgenommen und hatte bereits 380.000 km auf dem Buckel. Auch die Türen ließen sich nur schwer schließen und die mussten eine ganze Weile rum machen, damit ja keiner unterwegs abhanden kommt. Schließlich fuhren wir dann endlich los, und irgendwann hörte man ein seltsames Geräusch von hinten links. Die Geräusche wurden immer lauter. Ich dachte mir nur "oje, da stimmt doch was mit dem Reifen nicht"...als wenig später so was wie Panik ausbrach. Die Leute schrien, es qualmte, und alle wollten nur noch raus. Und unsere Türe war nun so fest zu, dass sie kaum wieder aufging. Auf jeden Fall kamen wir mitsamt Gepäck doch noch rechzeitig raus. Und dann sahen wir es. Unser Auto hatte nur noch drei Reifen. Das vierte Rad war weg. Die Achse lag neben dem Auto! Und irgendwie hatte sich das, was noch übrig war einige Zentimeter tief in die Straße gefräst. Es stank, es qualmte... verrückt. Auf jeden Fall steht das Trotro heute noch genau an dieser Stelle, wir kamen da wieder vorbei. Es war spannend, aber es ist zum Glück ja nichts passiert.
Beerdigungsbesuch
Samstags waren wir nun zur Performence der Odehe-Truppe auf einer Beerdigung zu Gast. Mit 8 Leuten im Führerhaus des großen Odehe-Sprinters und mit dem Rest der Truppe und den Trommeln im Laderaum, fuhren wir gegen Mittag nach Accra. Wow - das war ebenfalls ein spannendes Erlebnis für uns! Die Beerdigungsfeier gleicht hier einer riesigen Party mit viel Musik, Tanz und Essen. Es waren rund 400 Leute da und es gab viel für uns zu sehen. Klar sind wir auch wieder dank unsere Hautfarbe stark aufgefallen, aber wir wurden ebenfalls mit Getränken und Essen verköstigt, obwohl wir noch nicht mal den Verstorbenen kannten. Die Performance der Odehe-Group war super!!!.... bis auf den Glockenmann, der nach einer halben Stunde stark ins Rudern kam und Ansah (der Leader) somit früher dem Ganzen ein Ende setzte. Der Glockenmann bekam dann auch keinen Applaus von uns, das hätte selbst ich besser hin bekommen.
Homowo-Festival in Teshie
Das Homowo-Fest wird traditionell hier von den Ga-Leuten gefeiert die in und um Accra herum leben. Heute hat nun hier das Festival in Teshie begonnen und in der Altstadt ist nun der Teufel los!!!! Bei dem Festival handelt es sich um eine symbolische Austreibung des Hungers nach dem Krieg (so steht es im Reiseführer), doch davon war nicht so viel zu erkennen. Tamara, Anke und ich zogen mit Ray und Josef, unseren persönlichen Bodygards, los und wir stürtzten uns in die rennenden Menschenmassen. Insgesamt gibt es sieben riesige Gruppen, die alle von mittags bis zum nächsten Morgen durch die Straßen der Altstadt rennen. Ja, es war ziemlich ungünstig dort mit FlipFlops zu erscheinen. Ich hätte mal besser meine Running-shoes einpacken sollen... Kurz um: Jeder darf in dieser Zeit tun und lassen, was er möchte und alle Leute sind sehr crazy drauf!!! Auch hier wieder hatten wir großen Spass und wurden von allen Seiten gegrüßt, umarmt und rumgeschleift. Doch unsere Aufpasser nahmen ihren Job sehr ernst und ließen uns nicht aus den Augen. Die waren sicherlich super stolz die weißen Mädels an der Hand durch die Straßen zu führen und am liebsten hätten sie nochmal ne extra Runde gedreht. Doch irgendwann haben wir uns dann heimlich aus dem Staub gemacht, sind in Richtung Odehe-Centre aufgebrochen und haben bei unserem HAPPY MEET-Stand bei der Rastafamily lecker zu Abend gegessen.
Donnerstag, 26. August 2010
Wichtiges Meeting mit dem Chief von Ada und mein erster Trommel-und Tanzworkshop...
Anfang der Woche sind wir früh morgens mit dem Trotro in Richtung Ada Foah aufgebrochen. An unserer Trotro-Haltestelle haben wir glücklicherweise genau den richtigen Herrn angesprochen und uns nach der bestmöglichen Verbindung erkundigt. Wiedereinmal bekamen wir die großzügige Hilfsbereitschaft der Menschen hier zu spüren und er besorgte für uns das richtige Trotro in Richtung Tema. Zufälliger Weise war dies auch sein Reiseziel und somit stiegen wir in das gleiche Trotro ein. In Tema angekommen, führte er uns zur nächsten Trotro-Haltestelle und organisierte auch hier ganz selbstverständlich das passende Gefährt für uns weißen Touris. Das hat uns eine Menge Suchen, Rätseln und letztendlich viel Zeit erspart und somit kamen wir recht zügig voran. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir gegen 12:30 Uhr in Ada Foah an. Ada Foah liegt (östlich von Teshie) fast im Mündungsgebiet des Volta lakes und ist gerade dabei ein touristisches Ferienzentrum Ghanas zu werden. Es war eine angenehme für mich sehr entspannende Fahrt dahin. Zwischendurch habe ich immer mal wieder beim Schaukeln im Trotro seelenruhig geschlafen bzw. meine Augen ausgeruht und auch den Anblick der Felder und Dörfer genoss ich sehr. Als wir an der Endhaltestelle aus dem Trotro ausstiegen organisierten wir uns klugerweise einen Abholservice eines naheliegenden Beach Resort namens ... ?dreamland? oder so,... doch wir entschieden uns für die benachbarte Unterkunft Cocoloco Beach Camp. Hier waren die Zimmer besser belüftet, nicht so muffelig und stickig. Glücklicherweise gab es sogar ein kleines Bad im Zimmer. Welch Luxus es gab sogar Wasser aus der Leitung!!! Das war mein erstes Mal hier, welch tolles Haarwascherlebnis. Nachdem wir nun unsere Rucksäcke abgeladen und uns gemütlich eingerichtet hatten, ging es nun an den wunderschönen Traumstrand zum Schwimmen. Man könnte es doch eher Plantschen nennen, denn die Wellen und Strömung sind so heftig hier, dass es sehr gefährlich ist weit hinaus ins Meer zu gehen. Der Strand war menschenleer-ein ganzer toller Sandstrand nur für uns und hier muss man auch nicht dafür bezahlen. Hatte bereits öfters Ärger mit den Einheimischen von Teshie, weil die jedes Mal von mir Geld wollen, wenn ich zum Strand möchte. Da kommt man nun leider nicht um eine nervige Diskussion drum rum. Aber um so schöner war es nun in Ada Foah, denn hier kam total die Urlaubsstimmung auf und wir genossen in vollen Zügen das wunderbare Meer. Die Wellen hier sind riesig!(Sven, du würdest dich sehr freuen, denn sie laden sehr zum Surfen ein. Für uns Schwimmer jedoch ne Nummer zu hoch. Ich hab dir ein kleines Video gedreht und für dich Miri, habe ich ein paar schöne Muscheln gesammelt.) Es ist total spannend und sehr beeindruckend die Wellen zu beobachten. Stundenlang könnte ich einfach im warem Sand sitzen und aufs Meer hinaus starren. Erste erholsame Stunden in totaler Stille nach den vielen Wochen harter Arbeit. Es tut mir auch sehr gut mal aus den lauten und überfüllten Städte raus zu kommen - das Landleben ist sehr ruhig und easy hier - keine ständige Reizüberflutung! Am nächsten Morgen wurden wir von John abgeholt. Er lebt in einem kleinen Dorf namens Partukope und unterstützt dort das zweite Projekt des Kieler Entwicklungshilfevereins und arbeitet vor Ort mit Rose zusammen. Da wir schon mal in der Nähe waren, bot sich somit eine Besichtigung des Projektes verbunden mit einem Rundgang durchs Dorf an. So eine tolle Gelegenheit ein traditionelles Dorf und den Alltag der Menschen mit zu erleben ist schon genial. Auf Motorrad-Taxis machten wir uns gegen neun Uhr morgens auf den Weg. Wir fuhren jeweils zu dritt auf kleinen 125er-Maschinen gemütlich der Küstenstraße entlang. Begeistert winkten uns viele kleine Kinderhände zu und wir wurden mit großen leuchtenden Augen angeschaut. Die kurze Strecke ging immer gerade aus und nach wenigen Kilometern erreichten wir nun Partukope, ein kleines Fischerdorf, das direkt am Strand liegt. John führte uns zuerst zu seinem kleine Haus, das aus zwei Zimmern besteht und wir legten unseren Sachen dort ab. Dann wurden wir durch das Dorf zu dem Ort des Projektes geführt. Auf dem Weg dahin lernten wir den Dorfchief kennen und auch andere wichtige Leute, wie z.B. den Dorfältesten, den Pfarrer usw. Überall wurden fleißig Hände geschüttelt und wir wurden neugierig von allen mit einem breitem Grinsen im Gesicht begutachtet. Wir liefen durch verschiedene Höfe und kleine Wege über Zwiebelfelder in Richtung Strand. Vor einem noch nicht fertig gestellten Gebäude blieben wir dann stehen und John erklärte, dass dies das zukünftige Bürgerhaus des Dorfes sein solle. Wir waren sehr geschockt, als wir feststellten, dass das geplante Gebäude mit Krankenstation und Kindergarten nur aus den Außenwänden besteht. Wir erfuhren außerdem, dass der Bau des Gebäudes nun bereits im Jahr 2003 begonnen wurde und mehr als nur das Hochziehen der Mauern ist noch nichts passiert. Autsch!!! Wo sind die ganzen Spendengelder gelandet, warum wird nicht weiter gearbeitet???? Tausend Fragen schwirrten uns durch die Köpfe und wir versuchten den merkwürdig laufenden Dingen in Bezug auf das Projekt auf den Grund zu gehen. Somit begannnen wir genauer nach zu fragen.Unser harmloser Ausflug aufs Land entpuppte sich im Laufe des Vormittages als wichtige Mission, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Es fanden lange Gespräche in Johns Wohnzimmer statt, draußen auf der kleinen Veranda vor dem Haus bereiteten Johns Geschwister unser Mittagessen vor. Nach dem Essen wollten wir nun kontrollieren, wo nun das Holz gelagert wird, dass für den Bau der Dachkonstruktion gekauft wurde. Doch außer einpaar Holzbalken, die bei Johns Vater im Hof und auf der Veranda gelagert wurden, bekamen wir nichts weiter zu sehen, denn dummerweise begann es immer stark zu regnen, als wir weiter nach schauen wollten. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück in unser Beach Resortt der Menschen hier zu spüren und er besorgte für uns das richtige TrotroTema. Zufälliger Weise war dies auch sein Reiseziel und somit stiegen wir in das gleiche Trotro ein. In Tema angekommen, führte er uns zur nächsten Trotrohaltestelle und organisierte auch hier ganz selbstverständlich das passende Gefährt für uns weißen Touris. Das hat uns eine Menge Suchen, Rätseln und letztendlich viel Zeit erspart und somit kamen wir recht zügig voran. Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir gegen 12:30 Uhr in Ada Foah an. Ada Foah liegt (östlich von Teshie) fast im Mündungsgebiet des Volta lakes und ist gerade dabei ein touristisches Ferienzentrum Ghanas zu werden. Es war eine angenehme für mich sehr entspannende Fahrt dahin. Zwischendurch habe ich immer mal wieder beim Schaukeln im Trotro seelenruhig geschlafen bzw. meine Augen ausgeruht und auch den Anblick der Felder und Dörfer genoss ich sehr. Als wir an der Endhaltestelle aus dem Trotro ausstiegen organisierten wir uns klugerweise einen Abholservice eines naheliegenden Beach Resort namens ... ?dreamland? oder so,... doch wir entschieden uns für die benachbarte Unterkunft Cocoloco Beach Camp. Hier waren die Zimmer besser belüftet, nicht so muffelig und stickig. Glücklicherweise gab es sogar ein kleines Bad im Zimmer. Welch Luxus es gab sogar Wasser aus der Leitung!!! Das war mein erstes Mal hier, welch tolles Haarwascherlebnis. Nachdem wir nun unsere Rucksäcke abgeladen und uns gemütlich eingerichtet hatten, ging es nun an den wunderschönen Traumstrand zum Schwimmen. Man könnte es doch eher Plantschen nennen, denn die Wellen und Strömung sind so heftig hier, dass es sehr gefährlich ist weit hinaus ins Meer zu gehen. Der Strand war menschenleer-ein ganzer toller Sandstrand nur für uns und hier muss man auch nicht dafür bezahlen. Hatte bereits öfters Ärger mit den Einheimischen von Teshie, weil die jedes Mal von mir Geld wollen, wenn ich zum Strand möchte. Da kommt man nun leider nicht um eine nervige Diskussion drum rum. Aber um so schöner war es nun in Ada Foah, denn hier kam total die Urlaubsstimmung auf und wir genossen in vollen Zügen das wunderbare Meer. Die Wellen hier sind riesig!(Sven, du würdest dich sehr freuen, denn sie laden sehr zum Surfen ein. Für uns Schwimmer jedoch ne Nummer zu hoch. Ich hab dir ein kleines Video gedreht und für dich Miri, habe ich ein paar schöne Muscheln gesammelt.) Es ist total spannend und sehr beeindruckend die Wellen zu beobachten. Stundenlang könnte ich einfach im warem Sand sitzen und aufs Meer hinaus starren. Erste erholsame Stunden in totaler Stille nach den vielen Wochen harter Arbeit. Es tut mir auch sehr gut mal aus den lauten und überfüllten Städte raus zu kommen - das Landleben ist sehr ruhig und easy hier - keine ständige Reizüberflutung! Am nächsten Morgen wurden wir von John abgeholt. Er lebt in einem kleinen Dorf namens Partukope und unterstützt dort das zweite Projekt des Kieler Entwicklungshilfevereins und arbeitet vor Ort mit Rose zusammen. Da wir schon mal in der Nähe waren, bot sich somit eine Besichtigung des Projektes verbunden mit einem Rundgang durchs Dorf an. So eine tolle Gelegenheit ein traditionelles Dorf und den Alltag der Menschen mit zu erleben ist schon genial. Auf Motorrad-Taxis machten wir uns gegen neun Uhr morgens auf den Weg. Wir fuhren jeweils zu dritt auf kleinen 125er-Maschinen gemütlich der Küstenstraße entlang. Begeistert winkten uns viele kleine Kinderhände zu und wir wurden mit großen leuchtenden Augen angeschaut. Die kurze Strecke ging immer gerade aus und nach wenigen Kilometern erreichten wir nun Partukope, ein kleines Fischerdorf, das direkt am Strand liegt. John führte uns zuerst zu seinem kleine Haus, das aus zwei Zimmern besteht und wir legten unseren Sachen dort ab. Dann wurden wir durch das Dorf zu dem Ort des Projektes geführt. Auf dem Weg dahin lernten wir den Dorfchief kennen und auch andere wichtige Leute, wie z.B. den Dorfältesten, den Pfarrer usw. Überall wurden fleißig Hände geschüttelt und wir wurden neugierig von allen mit einem bereitem Grinsen im Gesicht begutachtet. Wir liefen durch verschiedene Höfe und kleine Wege über Zwiebelfelder in Richtung Strand. Vor einem noch nicht fertig gestellten Gebäude blieben wir dann stehen und John erklärte, dass dies das zukünftige Bürgerhaus des Dorfes sein solle. Wir waren sehr geschockt, als wir feststellten, dass das geplante Gebäude mit Krankenstation und Kindergarten nur aus den Außenwänden besteht. Wir erfuhren außerdem, dass der Bau des Gebäudes nun bereits im Jahr 2003 begonnen wurde und mehr als nur das Hochziehen der Mauern ist noch nichts passiert. Autsch!!! Wo sind die ganzen Spendengelder gelandet, warum wird nicht weiter gearbeitet???? Tausend Fragen schwirrten uns durch die Köpfe und wir versuchten den merkwürdig laufenden Dingen in Bezug auf das Projekt auf den Grund zu gehen. Somit begannen wir genauer nach zu fragen.Unser harmloser Ausflug aufs Land entpuppte sich im Laufe des Vormittages als wichtige Mission, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Es fanden lange Gespräche in Johns Wohnzimmer statt, draußen auf der kleinen Veranda vor dem Haus bereiteten Johns Geschwister unser Mittagessen vor. Nach dem Essen wollten wir nun kontrollieren, wo nun das Holz gelagert wird, dass für den Bau der Dachkonstruktion gekauft wurde. Doch außer einpaar Holzbalken, die bei Johns Vater im Hof und auf der Veranda gelagert wurden, bekamen wir nichts weiter zu sehen, denn dummerweise begann es immer stark zu regnen, als wir weiter nach schauen wollten. Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück in unser Beach Resort gefahren und endlich kam dann die Sonne heraus, so dass wir die letzten Stunden des Tages gemütlich am Strand verbrachten. Ich musste mich echt erst mal von dem Schock und den Ereignissen erholen, denn viele Dinge kann man als Europäer hier doch nicht nachvollziehen. Wir waren alle so enttäuscht von dem Verlauf des Projektes. Am nächsten Morgen stand plötzlich John vor unserem Frühstückstisch und erzählte erfreut, dass wir nun ein Meeting beim Districtchief von Ada haben und wir mit ihm über den Verlauf des Projektes sprechen könnten. Eigentlich hatten wir ja gar keine genaue Ahnung über das Projekt , aber wir waren alle drei so motiviert, das Projekt wieder zum Laufen zu bringen!!! Wir haben uns zuvor überlegt, dass wir uns echt als wichtige Kontrolleure aus Deutschland ausgeben werden und nun die Forderung klar stellen, dass der Bau des Gebäudes zu Ende gebracht werden muss. Zu viert saßen wir nun auf einem Motorrad und John brachte uns zu Mister Wusah´s Haus. Nach einer kurzen Wartezeit draußen auf der Veranda wurden wir ins Wohnzimmer gebeten und schon wurde es ernst. Anke machte ihre Sache gut und gab sich gleich mal als Professorin aus und Tamara spielte die Dolmetscherin. Durch unseren überraschenden Besuch beim Chief, ergab sich glücklicherweise eine geniale Gelegenheit für unseren Heimweg nach Teshie. Der Chief hatte noch am selben Tag einige Termine in Accra und wir fragten spontan, ob er uns denn mit nach Teshie zurück nehmen könnte. Unser guter Wille für den Einsatz des Projektes wurde erfolgreich belohnt. Gegen Mittag saßen wir in einem klimatisierten Wagen und fuhren mit Mister Wusah nach Teshie. Es bot sich somit auch die geniale Gelegenheit ein Treffen zwischen dem Chief und Rose (Projektleiterin) zu arrangieren, um gemeinsam eine Lösung für das Problem zu finden. Zur Belohnung gab es am Abend ein schönes kühles Bier und alle waren sehr happy!
An den darauf folgenden Tagen war dann erst mal Trommeln und Tanzen angesagt und wir bekamen die ersten Unterrichtsstunden von Ansah und Mabra. Da zur Zeit Trommelsperre hier in Teshie ist, fuhren wir mit dem riesen Odehe-Transporter über die Buschstraße nach Accra. Da beginnt man bereits im Bus schon mit dem Tanzen und wird kräftig durchgeschüttelt....Ja, die Straßen hier sind oftmals ein Erlebnis!!!! Die ersten Tanz-und Trommelstunden hatten wir in einer kleinen Schule mitten in Accra-City und an den zwei folgenden Tagen wurden wir in Ansahs Hof unterrichtet. Natürlich hatten wir stets neugierige Zuschauer, die sich gerne über die Tanzkünste der Obrunis amüsieren und immer wieder unverständlich den Kopf schütteln und sich fragen, warum wir denn nicht die "einfachsten" Bewegungen umsetzen können? Jaja, es tanzen echt viele Krippenkinder im Kinderzentrum besser wie ich und sind Weltmeister im SCHÜTTELN!!!! Doch schlecht waren wir nun nicht, denn wir haben innerhalb von 3 Tagen zwei ghanaische Tänze und einen Trommelrhythmus mit Break und Solo gelernt.
....die nächsten Trommel- und Tanzstunden sind dann nun im Kasapa-Centre geplant....
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