| Lunch-time "fried rice and chicken"! |
| gemeinsames Frühstück |
...am Donnerstag, den 5. August war unser letzter Kindergartentag bevor nun auch hier die "großen Ferien" beginnen. Das Kinderzentrum hat dann nun auch wie die Kindergärten in Deutschland, für 3 Wochen geschlossen.
Die Kinder nennen diesen für sie besonderen Tag "OUR DAY"! Alle kommen mit schicken Kleidern in die Schule. Jeder bringt von zu Hause Getränke und leckere Snacks mit , die dann bei einem gemeinsamen Frühstück untereinander geteilt werden. An diesem Tag wird gefeiert! Es findet kein Unterricht statt und die Kinder können den ganzen Tag spielen und herum tollen - es herrscht eine tolle Stimmung bei den Kindern. Zu einer richtigen Party gehört natürlich auch gute Musik! Doch leider können wir keine funktionsfähige Musikanlage rechtzeitig auftreiben und somit feiern wir ohne Musik - aber die vielen bunten Luftballons, die man platzen lassen kann, sorgen auch für genügend Lärm und Spass bei den Kindern...nach dem ich den gefühlten 1000sten Ballon aufgeblasen hatte, war ich doch froh, dass danach die Packung der Ballons endlich leer war.
In der Küche duftete es auch hervorragend! Annett zauberte für die Kinder "fried rice and chicken" mit einer total leckeren Soße, eine Art Ketchup nur selbstgemacht. Sie ist echt eine tolle Köchin. Um 12:00 Uhr gab es dann pünktlich Mittagessen und wir aßen zusammen mit den Kindern im Krippenraum zu Mittag.
Da die Kinder oder besser gesagt die Eltern, nun auch heute ihre Progress-Reports - Zeugnisse - ausgehändigt bekamen, gab es noch für Rose, Aviva und mich viel zu tun. Leider waren die neuen Beobachtungsbögen, die ich zuvor angefertigt hatte, nicht für die Eltern hier nachvollziehbar ausgefüllt. Wir mussten die Reports alle noch mal neu ausdrucken und ausfüllen. ...wieder einmal merke ich die großen Unterschiede in dem Bildungssystem zwischen beiden Kulturen und wie schwierig es ist seine gewohnten Arbeitsweisen hier doch umzustellen. Das bringt mich selbst hier hin und wieder an meine persönlichen und auch pädagogischen Grenzen und ich fühle mich für einen Moment lang etwas niedergeschmettert.
Somit war der letzte Kindergartentag für mich sehr stressig und auch chaotisch. Dazu kam noch, dass mir keiner zuvor den Tagesablauf erklärte, denn alles war einfach anderes als sonst und für die Mitarbeiter war es wohl auch wichtiger "ihren Tag" zu feiern und weniger die Kinder zu beaufsichtigen..."Heute machen wir keinen Unterricht, wir lassen die Kinder einfach spielen...", erklärte man mir morgens kurz vor Beginn mit einem großen Lächeln. Spielen heißt wohl hier, dass die Kinder wohl sich selbst überlassen sind und jeder machen kann, was er will...so viel zum Thema AUFSICHTSPFLICHT!!! Das Verantwortungsgefühl 20 spielende Krippenkinder auf dem Spielplatz zu beaufsichtigen, habe dann eher nur ich.
...ich war dann echt froh, als es endlich 15:30 Uhr war und ich bald Feierabend hatte!!!! Total erschöpft und auch etwas traurig kam ich dann zu Hause hier an und sehnte mich so nach meiner lieben Vero, die man sonst immer nach so stressigen Tagen einen leckeren Espresso zu einer Feierabendzigarette reichte...saß dann alleine draußen auf der Veranda und kämpfte zum ersten Mal seit meiner Ankunft hier mit Heimweh.
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