Mittwoch, 4. August 2010

Frauenwochenende im Odehe-Centre Teshie…

das Odehe-centre mit neuem Anstrich
die wundervolle Dachterrasse
die Tanzlocation gegenüber für die Workshops
ein wunderschöner Ausblick
Waffeln, oh wie lecker!!!
ein leckeres Frühstück
eines der Zimmer
die Mädels am Schaffen

Freitag halb vier - Feierabend!!!… Noch besser, Wochenende!!!
Anke nimmt mich heute direkt nach der Arbeit mit in ihr neues Revier - ins Odehe-Centre. Im kompletten oberen Stockwerk hat sich eine total nette, bunt gemischte Frauen-WG eingenistet und ich bin herzlich für das Wochenende eingeladen, um gemeinsam mit den Mädels ( naja…sind alle schon bisschen älter wie ich) ins Wochenende zu starten.
Wir werden schon von allen freundlich mit KAFFEE und WAFFELN auf der Dachterrasse willkommen geheißen. Wow - kann mich schon gar nicht mehr so richtig an meinen letzen Kaffee erinnern und noch weniger an frisch gebackene Waffeln aus dem Waffeleisen - natürlich in Herzform, so wie ich sie am liebsten mag. FREUDEEEE IM ODEHE!!!!
Beim leckerem Schlemmen genieße ich die Ruhe, den kühlen Wind und natürlich die herrliche Aussicht auf das Meer - URLAUBSSTIMMUNG kommt direkt auf und alles in mir entspannt sich nun auch nach einer anstrengenden Arbeitswoche im Kinderzentrum. Alle wuseln um mich herum, die eine wäscht noch Kleider, die andere kocht Kaffee, die Pflegekinder von Dani häkeln mit einer oldschool Strickliesel und jeder strahlt Zufriedenheit und Lebensfreude aus. Anni und Magda präsentieren stolz ihre ersten Stoffeinkäufe und auch bereits die ersten genähten Kleidungsstücke. Bei diesem Anblick bekomme ich direkt auch wieder Lust, die Märkte abzuklappern und nach schönen ghanaischen Stoffen Ausschau zu halten. Hier in Ghana kann man sich sehr preiswert traumhaft schöne Klamotten maßgeschneidert im Nu anfertigen lassen. An jeder Ecke oder auch im nächsten Hinterhof gibt es meist eine Schneiderei. Es macht schon Spaß hier einfach querfeldein die kleinen Gässchen, Wege und durch das eine oder andere “openair-Wohnzimmer” zu spazieren, immer gibt es etwas Neues zu entdecken, wie z. B. eine SCHNEIDEREI! Hi Hi Hi…hab auch schon meine ersten Teilchen für mich nähen lassen!
…doch genug von dem Stoff gefaselt! Der Abend bricht nun langsam an und ich bewundere den traumhaften Sonnenuntergang von der Dachterrasse aus mit einer Feierabendzigarette. (Boa, ist echt meine erste Zigarette seit langem. Jetzt wo Lisa abgereist ist, hab ich niemanden mehr zum gemeinschaftlichen Rauchen und somit lass ich es auch einfach bleiben.)
Heute wollen wir zusammen ausgehen! Geplant haben wir einen netten Abend im “next door “ bei live-Music und Bier. Diese Beachlocation gehört laut Reiseführer zu den Inspots Accras und liegt am Ortsausgang von Teshie und ist für uns easy mit dem Trotro oder auch Taxi zu erreichen. Musik gibt’s hier am Wochenende Freitags und Samstags live. Mal sehen, was die Musiker hier so zu bieten haben. Als wir zum ersten Mal mit Rose hier waren, hatten die Musiker eine Reifenpanne uns somit fiel die Show aus.
Außerdem kann man auch hervorragend “non-african-food” essen und ich bestelle mir heute mal Chicken & Chips mit viel viel viel Ketchup und ein leckeres eisgekühltes Bier dazu. Grüße an den Fast-food-god!  Hier darf man ja an alles und jeden glauben.
Gegen sieben Uhr machen wir uns nun auf den Weg. Wir haben Glück und bereits nach wenigen Minuten hält ein riesen Bus an der Trotro-Haltestelle und fährt in Richtung Accra, Super! Es ist für alle Platz und es ist genauso kostengünstig, wie ein Trotro für die selbe Strecke. Also Mädels, dann schnell mal einsteigen. Bin bisher noch nie mit so einem “Linien-Bus” gefahren und bekomme sogar einen super Platz ganz vorne. Ich fand es so lustig, dass wir sogar eine Fahrkarte ausgestellt bekommen haben. Das war mir bisher auch neu.
Bereits nach wenigen Minuten Fahrt kommen wir auch schon an der passenden Haltestelle an, nur noch die große chaotische Straße überqueren und dann haben wir unser Domizil erreicht. Aber alles easy, wenn man sich an einen Ghanaer dran hängt und schnell zu Fuß ist. Von weitem hören wir schon den ersten Soundcheck und das mit der Zeit doch sehr nervige Keyboard.
Die Musik ähnelt einem Alleinunterhalterprogramm und ist nicht so dolle heut Abend. Das Essen und auch die gekühlten Getränke sind jedoch ein Gaumenschmaus. Wir sitzen direkt mit Blick auf das Meer und lauschen den Wellen während der genüsslichen Schlemmerei. Magda ist mutig und bestellt stolz eine Portion Fufu - der klebrige Kloß entspricht aber leider nicht so sehr ihrem Geschmack und Anke und ich fallen somit gierig über die leckere Soße her und würzen damit unsere Pommes und das Hühnchen. Ketchup ist mir mittlerweile doch zu soft, Pfeffer muss her!!! Oh nach dem ausgiebigen Essen muss dann auch gleich mal ein leckerer Verdauungsschnaps her - die Wahl fällt nach Annis Beschreibung auf einen “wilden Afrikaner” und wir bestellen eine Runde “herb afrik” für die Frauenrunde. Schmeckt ähnlich wie Kräuterschnaps  und geht in Richtung Jägermeister. Für mich dann also fein! Gegen 23:00 Uhr endet dann die Musik, die mittlerweile eigentlich sich als entspanntes Reggae entpuppt hat und die Musiker packen ihre sieben Sachen zusammen. Wir lassen den Abend nun langsam ausklingen, rauchen noch die letzte Abschiedszigarette und lauschen gemütlich dem Wellenspiel des Meeres, bevor wir uns in Richtung Hauptstraße bewegen, um dort ein Taxi für den Heimweg zu bekommen. Anke und ich handeln gut und bereits der zweite Taxifahrer fährt uns für den von uns vorgeschlagenen Preis nach Hause. Im Odehe-centre angekommen, falle ich auch gleich tot müde ins Bett und erlebe eine tolle summende Nacht ohne Mosquitonetz! Ein Lob an ANTIBRUM!!!

Am nächsten Morgen toppt dann das Frühstück alles, denn es gibt KÄSEaufstrich, Kaffee, Bananen, dunkles Körnerbrot und Mangomarmelade!!! Danach geht´s los zum Trommeln und Shoppen ins Kulturzentrum nach Accra.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

ach, wie du alles immer sooo schön shreibst und beschreibst:):):)die beste frühstückslektüre, die es gibt;)!ela