Samstag, 24. Juli 2010

Strom für Ghana! Das Volta-Projekt

Nana und ich


Ausflug nach Akosombo zum Voltastaudamm!
Ray war unser Fahrer und zusammen mit Anke und Nana ging es zum Staudamm des Voltasees in Akosombo, nord-östlich von Teshie.
Die Fahrt war sehr angenehm, denn es war bewölkt, auch etwas windig und zwischendurch regnete es sogar einbisschen. Die Landschaft war sehr schön-vieles gab es zu entdecken und zu sehen. Durch die Regenzeit ist alles schön grün und pflanzenreich. Keine Ahnung, ob es generell hier so aussieht!

Feldarbeit

Vorsicht! Freilaufende Affen!!!
ein Fischerboot auf dem Voltalake
der Staudamm
Anke und ich
Die Fischer beim Fischfang
Wir hatten ein super köstliches Lunch-paket mit tollen Leckereien dabei und uns fehlte es an nichts. Natürlich bekam Nana gleich nach wenigen Minuten Fahrt rießen Hunger und fiel wie ein kleines Raubtier über das "Teabread" (Weißbrot) her. Als Ray plötzlich bremste und mir zu rief schnell ein Foto zu schießen, erschrak ich im ersten Moment...und als ich aus der Windschutzscheibe schaute, sprangen plötzlich ein Rudel kleiner Affen auf der Straße herum und jagten von der einen zur anderen Seite. Hier bräuchte man echt ein Schild am Straßenrand "Vorsicht! Freilaufende Affen!" oder so:-)
Gegen zwölf Uhr kamen wir dann in Akosombo an. Zum Mittagessen gab es Yam und Pfeffer und für Ray noch einen Stinkefisch dazu. Naja, uns wurden noch von allen Seiten Schnecken- und Schlangenspieße, rießiges Meeresgetier am Stil und auch Schweinefüße durch die Scheiben gereicht und angeboten. Doch als sie gemerkt haben, dass ich mich eher davor ekel und kein Interessen hatten, irgendetwas davon auch nur anzurühren, sind die Frauen auch schon wieder verschwunden. Nana hatte da eindeutig die bessere Idee und besorgte für uns noch leckere Springrolls (Frühlingsrollen) bei einer Straßenverkäuferin. Das ist dann auch schon eher mein Geschmack! Nach dem kurzen Break ging es dann weiter zum Staudamm-wir hatten eine Führung und bekamen so die wichtigsten Infos über das Voltalake-Projekt erklärt. Es ist wohl das größte und auch teuerste Projekt, das bisher in Ghana in Angriff genommen wurde. 1961 wurde mit dem Bau des Dammes begonnen. Und trotz der damals vielen Zweifel schätzt sich Ghana heute sehr glücklich, diesen Staudamm zu besitzen. Das Projekt verhielf dem Land dabei sich unabhängig zu machen und die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Durch den Staudamm produziert so viel Strom, dass 80% des Landes damit versorgt wird und auch Strom nach Togo und Nigeria exportiert werden kann. Ich frag mich, warum wir dann so oft Stromausfall hier haben???


der Stadamm

Es war auf jeden Fall ein interessanter Ausflug, sehr entspannend und erholsam von den stressigen und harten Arbeitstagen.

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